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Medjugorje-Botschaft vom 25.März 2021

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Predigt zum 3. Fastensonntag, Lj B, 2021

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt)

Mit der Austreibung der Viehhändler und Geldwechsler im Tempel ist es dem Herrn Jesus darum gegangen die ursprüngliche Ordnung des Tempels wieder herzustellen. Eigentlich ist nichts anderes verkauft worden als Opfertiere und das Geld ist gewechselt worden, um die Opfertiere kaufen zu können, weil die römische Münze mit dem Bild des Kaisers von Juden nicht angenommen werden konnte. Die Händler sind von der jüdischen Behörde für diesen Handel dazu autorisiert worden, aber er hätte nicht im Tempelbezirk stattfinden dürfen, sondern außerhalb.

Der Ort im Tempel, wo dieses Geschäftstreiben stattgefunden hat, ist der Vorhof der Heiden gewesen, jener Ort, den alle Völker betreten durften, um den Gott Israels als den einen Gott anzuerkennen und ihn anzubeten, wie es der Prophet Jesaja weissagte: „…, denn mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden“ (56,7). Jesus bringt also mit der Beendigung des Markttreibens im Tempel das wahre Recht Gottes zur Geltung. (Vgl. Josef Ratzinger Benedikt XVI. Jesus von Nazareth II. Teil S. 26-27und 32).

Das Geschäftemachen im Tempelbezirk hat das Herz der Menschen von Gott entfernt und der dabei entstandene Lärm hat es unmöglich gemacht das zu tun, was dem Ort der Gegenwart Gottes entspricht: Die Anbetung Gottes, der Lobpreis, die Danksagung, die Bitte um Segen und  vor allem die Vergebung der Sünden zu empfangen, indem die Pilger das Sühneopfer darbringen ließen.

Auf die Forderung eines Zeichens, das ihn für dieses Vorgehen legitimiert, hat Jesus auf seinen Tod und seine Auferstehung hingewiesen. „Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. […] Er aber meinte den Tempel seines Leibes“. Seine unendliche Liebe mit der er sich hingibt und die Auerweckung durch den Vater sind das Zeichen schlechthin an dem sein Volk erkennen soll, dass er der Sohn Gottes ist, wie ihn der Hauptmann unter dem Kreuz bekannt hat (Mk 15,39).

Mit Jesus hat der Tempelkult des Alten Bundes ein Ende genommen. Im Jahre 70 ist der Tempel zerstört und nie mehr wieder aufgebaut worden. Der neue Tempel in dem nun Gott wohnt, ist der Leib des Herrn, der bei der Kreuzigung niedergerissen worden ist. Gott hat ihn wieder aufgerichtet. Der Leib des Auferstandenen Herrn ist der neue Tempel Gottes. Jesus hat uns beim Letzten Abendmahl das Sakrament seine Leibes und Blutes hinterlassen, indem er als der neue Tempel alle Tage bei uns bleibt. Der Ort der Gegenwart Gottes ist also nicht mehr an Jerusalem gebunden, sondern er ist überall dort, wo die Eucharistie gefeiert und Jesus im Tabernakel aufbewahrt wird. Durch dieses Sakrament seines Leibes und Blutes vereinigt der Herr alle Menschen, die an ihn glauben aus allen Völkern und Nationen.

Liebe Brüder und Schwestern!

An uns liegt es die Gegenwart des Auferstandenen Herrn im Allerheiligsten Sakrament zu erkennen und ihn anzubeten und auch unser Gotteshaus von allem fern zu halten, was Menschen hindert hier Gott zu begegnen. Jesus ist gegenwärtig nicht um den Tempel aus Stein zu reinigen, sondern unsere Herzen. Vielleicht wäre ein erster Schritt der Umkehr zu Jesus in dieser österlichen Bußzeit wieder mehr zu entdecken, dass der Herr wirklich und wahrhaftig in den konsekrierten Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist und wieder häufiger die heilige Messe mitzufeiern und ihn an diesem privilegierten Ort mehr zu besuchen und bei ihm zu verweilen. Die Zeit bei ihm bewirkt nicht nur Reinigung unseres Herzen, sondern auch Füllung mit seinem Geist, der uns fähig macht im christlichen Alltag die Liebe zu leben und selber ein Tempel Gottes zu sein. Amen.

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Medjugorje-Botschaft vom 25.Februar 2021

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Predigt zum 2. Fastensonntag, Lj B – Familienfasttag 2021

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt)

Jedes Jahr hören wir am 2. Fastensonntag das Evangelium von der Verklärung Jesu am Berg. Jesus nimmt drei von seinen Jüngern beiseite und führt sie auf einen hohen Berg, um sie im Glauben zu stärken, dass er der Messias ist: Er tut es einerseits dadurch, dass er vor ihren Augen verwandelt wird und sie so seine göttliche Herrlichkeit sehen, andererseits auch dadurch, dass die beiden Vertreter des Alten Testamentes, Mose und Elija, erscheinen, von denen man erwartete, dass auch sie zur Zeit des Messias wiederkommen würden, um das Volk für ihn vorzubereiten (Vgl. Pustet Taschenmessbuch, die Sonntage im Lesejahr B, Regensburg 1984, S. B/117). Und besonders ist es die Stimme Gottes aus der Wolke: „Dies ist mein geliebter Sohn“, die sie im Glauben an Jesus als den von Gott verheißenen Messias festigt.

Aber beim Hinabsteigen verbietet er ihnen jemanden zu erzählen, was sie gesehen haben, bis er von den Toten auferstanden sei.  Sie haben zwar jetzt den festen Glauben, aber sie haben noch nicht das ganze Verständnis über den Messias. Erst nach der Auferstehung Jesu dürfen sie verkünden, was sie am Berg erlebt haben, dann erst wird ihnen allmählich verständlich sein, dass zur Sendung des Messias auch das Leiden, der Tod und die Auferstehung gehören.

Die Stimme aus der Wolke hat den Jüngern nicht nur bestätigt wer Jesus ist, sondern ihnen auch zugerufen: „Auf ihn sollt ihr hören“. Gott hat gesprochen durch die Propheten, durch Menschen, die er auserwählt hat. Jetzt aber spricht er durch seinen Sohn, den er in die Welt gesandt hat. Jesus ist das menschgewordene Wort Gottes. Gott spricht also in Jesus sozusagen mit seinem eigenen Mund. Jesus ist daher der wahre Bergführer, der alle Menschen mit dem Wort seines Vaters auf den Gipfel des ewigen Lebens führen will.

Er spricht nicht nur mit seinem Mund zu uns, sondern auch durch sein Tun. Auf ihn hören heißt daher auch auf ihn zu schauen. Besonders am Kreuz sehen wir ihn, als einen, der losgelassen hat von allem irdischen Besitz. Nichts mehr gehört ihm, nur mehr das Kreuz und der himmlische Vater, dem er sich ganz anvertraut hat. Aber, wenn er Gott hat, hat er alles. „Gott allein genügt“, sagt die heilige Teresia von Avila. Sich für ihn als Bergführer unseres Lebens zu entscheiden, bedeutet daher, ihm in dieser Haltung der Armut nachzufolgen, losgelöst zu sein von Bindungen an irdische Dinge.

Unser Herr Erzbischof, Dr. Franz Lackner, hat in seinem Hirtenwort zum Familienfasttag darüber gesprochen, dass uns eigentlich in dieser Welt nichts gehört, nicht einmal unser Besitz, denn auch er ist Windhauch, vergänglich. Ausgehend von dem Vers aus Psalm 115: „Der Himmel ist der Himmel des Herrn, die Erde aber gab er den Menschen“, schreibt der Erzbischof: „Erde, Leben, Zeit und Geschichte gehören nicht uns, aber sie sind uns gegeben, anvertraut. Wenn wir erkennen, dass uns die Dinge nicht gehören, dann merken wir auch, dass wir nicht damit tun können, was uns beliebt. Sie sind uns anvertraut, um allen zu dienen“.

Liebe Brüder und Schwestern!

Der Familienfasttag ist auch für uns eine Gelegenheit etwas loszulassen von irdischen Dingen und bereit zu sein für das Geben. Der Blick auf Jesus stärt uns dazu. Er hat losgelassen nicht nur von irdischem Besitz, sondern auch von seinem Leben, damit wir das Leben haben. Er hat sein Leben ganz mit uns geteilt. Er stärkt uns in dieser Haltung, damit auch wir anderen das Leben ermöglichen. Er stärkt uns nach dem Motto der Fastenaktion zu handeln: „Teilen spendet Zukunft“, nicht nur irdische, sondern im Glauben an Jesus auch ewige Zukunft. Amen.

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Monatsbotschaft Medjugorje vom 25.Jänner 2021

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Predigt zum 3. Sonntag im Jahreskreis – Bibelsonntag

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; inhaltlich angeregt durch Gedanken von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien, Lj. B S 190-192)

Wir haben gehört, dass Jesus im Markusevangelium seine öffentliche Verkündigung mit den Worten beginnt: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“

Mit der Ankunft des Sohnes Gottes bei den Menschen ist die Zeit erfüllt. Die lange Zeit der Ankündigung und Erwartung des Messias ist nun vorbei. Die Sehnsucht der Menschen nach Erlösung und Heil wird in Jesus erfüllt für all jene, die ihn annehmen und sein Wort.

Mit Jesus ist das Reich Gottes nahe herbeigekommen. In ihm hat Gott seinen geliebten Sohn zu uns gesandt, durch den er sein Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens in den Herzen der Menschen aufbauen will. Damit das Reich Gottes bei den Menschen ankommen kann, ist es notwendig umzukehren.

Das griechische Wort für umkehren heißt wörtlich umdenken oder anders denken. Das haben wir alle nötig, weil wir alle an den Folgen der Erbsünde leiden, durch die wir auf uns selbst geworfen sind. Die ursprüngliche Fähigkeit des Menschen auf Gott bezogen zu sein, auf ihn zu hören und auf ihn hin zu leben ist gestört worden. Der heilige Augustinus sagt: „Unser Herz ist zurückgekrümmt auf uns selbst“. Wir denken von uns her und fragen was bringt es uns, was nützt es uns? Umkehren bedeutet umdenken, nicht mehr von uns her, sondern von Gott her denken.

An das Evangelium glauben heißt an Jesus Christus glauben. Er ist der Inhalt des Evangeliums. Er ist der Weg, der zum Vater führt. Glauben ist mehr als ein rein gedankliches Geschehen. Glauben heißt im Althochdeutschen geloben, anvertrauen. Glauben meint sich dem Herrn Jesus anzuvertrauen. Das Lateinische Wort für glauben „credere“ bedeutet Ihm das Herz geben.

Die erste Predigt Jesu lautet demnach: „Denkt um, denkt von Gott her und vertraut euch ihm an und seinem Wort. Gebt euch ganz in seine Hand“.

Wir feiern den Bibelsonntag. Er soll uns helfen wieder mehr zu schätzen, dass Gott zu uns gesprochen hat und zu uns spricht. Seine Worte sind der Same, indem die Kraft ist aufzugehen, zu wachsen und Frucht zu bringen. Welche Kraft im Wort Gottes ist, haben wir auch in der heutigen Lesung und im Evangelium gehört.  In den Worten, mit denen der Prophet Jona in der Stadt Ninive Umkehr gepredigt hat, ist die Kraft gewesen, die Einwohner der Stadt sehend zu machen, wo sie sich verirrt haben und sie zu bewegen sich vom Bösen abzuwenden und ihr Leben zu ändern. In den Worten, mit denen Jesus am See Genezareth die ersten Apostel gerufen hat, ist die Kraft gewesen, sie zu bewegen alles zu verlassen und Jesus zu folgen. In seinem Schreiben, mit dem Papst Franziskus den Sonntag des Wortes Gottes eingeführt hat heißt es:

„Als Christen sind wir ein Volk, das in der Geschichte unterwegs ist, gestärkt durch die Gegenwart des Herrn in unserer Mitte, der zu uns spricht und uns nährt. […]. Wir verspüren nämlich die dringende Notwendigkeit, uns mit der Heiligen Schrift und dem Auferstandenen eng vertraut zu machen, der nie aufhört, das Wort und das Brot in der Gemeinschaft der Gläubigen zu brechen. Aus diesem Grund müssen wir zu einer ständigen Vertrautheit mit der Heiligen Schrift gelangen, sonst bleibt das Herz kalt und die Augen verschlossen, da wir, wie wir nun einmal sind, von unzähligen Formen der Blindheit betroffen sind“

(Aperuit illis Nr.8). Amen.

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Predigt zum Fest Taufe Jesu 2021 (Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt)

Wir haben im Evangelium gehört, dass sich auch Jesus von Johannes taufen lässt, obwohl er die Taufe im Jordan nicht nötig gehabt hätte. Die Taufe des Johannes ist eine Taufe der Buße und der Umkehr gewesen. Jesus als der ganz Heilige hat keine Umkehr und Buße nötig gehabt.

Warum kommt er dann doch zur Taufe des Johannes? Jesus tut es, weil Gott es so will. Er hat immer nach dem Willen Gottes gehandelt. Gott hat die Taufe Jesu gewollt, weil er bei diesem Geschehen im Jordan mitteilt, wer Jesus ist und wozu er in die Welt gekommen ist.

Indem sich Jesus in die Reihe der Menschen stellt, die im Jordan ihre Sünden bekennen, wird deutlich wozu er gekommen ist. Er ist gekommen nicht für die Gerechten, sondern um die Sünder zu rufen, um sie rein zu waschen. Sein Hinabsteigen in den Jordan und Untertauchen ist ein Hinweis auf seine Erniedrigung am Kreuz, an dem er sein Leben hingibt, sein Blut vergießt und so die Reinigung unserer Seelen bewirkt.  „Durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden“, heißt es im Brief an die Epheser (1,7). Jesus ist gekommen um für die Menschen der Heiland und Erlöser zu sein, der die Seelen reinigt und sie mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Die Taufe Jesu im Jordan offenbart auch wer Jesus ist. Der Vater bestätigt mit seiner Stimme vom Himmel, dass Jesus sein geliebter Sohn ist, an dem er sein Wohlgefallen gefunden hat. Jesus ist der menschgewordene Sohn Gottes. Unser Christ Sein zeigt sich in der Antwort, die wir auf die Frage geben: Wer ist Jesus?

In der zweiten Lesung aus dem Johannesbrief hat es geheißen: „Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist“.

Wie zeigt sich unser Glaube an Jesus Christus? Einerseits darin, dass wir anerkennen, dass  Jesus der Sohn Gottes ist, und uns entscheiden auf ihn zu hören und ihn als den Herrn für unser Leben anzunehmen. Der Glaube an Jesus Christus zeigt sich auch darin, dass wir auf ihn vertrauen, dass er als der Sohn Gottes die Macht hat uns zu retten und zu beschützen: „Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde“ (Mt 28,18).

Die Wirkung des vertrauensvollen Gebetes zeigt sich im folgenden Beispiel: Von einem gläubigen Kommandanten der 91. US Infanterie Brigade im 1. Weltkrieg ist berichtet, dass er all seinen Soldaten eine kleine Karte mit dem Psalm 91 gegeben und ihnen aufgetragen hat ihn täglich mit dem Herzen zu beten. Die Brigade ist in drei der blutigsten Schlachten des Krieges geschickt worden, und es hat sich gezeigt, dass nicht einer von den Soldaten gefallen ist. (YouTube Vortrag am 19.06.2020 von Pfr. Richard Kocher: Erfahrungen mit PS 91 im Ersten und Zweiten Weltkrieg)

Der Psalm 91 eignet sich auch besonders in dieser Zeit der Pandemie. In den Versen 5 – 7 heißt es: „Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, nicht vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. Fallen auch Tausend zu deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es doch dich nicht treffen“.

Ich habe den Hinweis auf diesen Psalm von einer Frau bekommen, die als Lehrerin auch in dieser schwierigen Zeit der Pandemie im Dienst an den Schülern steht und täglich diesen Psalm betet. Jesus erweist sich für sie als der Sohn Gottes, der sie beschützt und der ihr alle Angst nimmt ihren Dienst mit Zuversicht auszuüben. Amen.

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Predigt zum Hochfest Christkönig Lj A 2020

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 407-412)

Es ist unser Glaube, was wir im Evangelium gehört haben, dass unser Herr Jesus Christus am Ende der Zeit wiederkommen wird in seiner göttlichen Herrlichkeit, und dass er dann der König und Richter aller Menschen sein wird.

„Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt, […], dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen“.

Es heißt im Evangelium, dass alle Völker vor ihm versammelt werden. Es heißt nicht alle Getauften, alle Christen, sondern alle Völker. Mit dem Wort „Völker“,  (ἔθνος) sind besonders jene Menschen gemeint, die noch nichts von Jesus gehört haben, die noch nicht zum Glauben an ihn gekommen sind, die noch Heiden sind. Gott will das Heil aller Menschen. Auch jene Menschen, die ohne eigene Schuld noch nicht an Jesus glauben, haben die Möglichkeit in das Reich Gottes zu gelangen, durch die Taten der Liebe.

Sie werden gerettet, wenn sie nach ihrem Gewissen handeln. Denn Gott hat jedem Menschen sein Gesetz in das Innerste seines Gewissens eingeschrieben. Das Gewissen ist das verborgene Heiligtum des Menschen, indem Gottes Stimme ihm zuruft das Gute zu lieben und zu tun und das Böse zu meiden. Das Gewissen sagt dem Menschen, dass die Liebe die Wahrheit für sein Leben ist: Mitleid zu haben mit den Menschen, die in Not sind, die Hunger haben, die Durst haben, die fremd und heimatlos sind, die nicht genug Kleidung haben, die obdachlos sind, die krank sind oder im Gefängnis vereinsamen.

Am Ende zählt für die Menschen aller Völker, ob sie der Stimme ihres Gewissens gefolgt sind und die Werke der Barmherzigkeit getan haben, besonders an den Brüdern und Schwestern Jesu:

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,

das habt ihr mir getan“.

Seine Brüder sind jene, die an ihn glauben, auf ihn hören und danach leben (vgl. Mt 12,49-50). Gerade sie sind es, die wegen ihres gelebten christlichen Glaubens oft verfolgt und bedrängt und daher bedürftig sind.

Wer sich der inneren Stimme Gottes widersetzt und im Herzen hart bleibt und unbarmherzig und nur egoistisch und selbstsüchtig lebt, kann vor dem Richter nicht bestehen. Das Evangelium verkündet ganz klar, dass es eine ewige Verdammnis gibt: „Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, …“ Das ist eine ernste Botschaft, die uns allen zu Herzen gehen muss, aber uns dennoch nicht ein ganzes Leben lang mit Angst erfüllen soll.

Als Christen glauben wir, dass wir nicht durch unsere Leistung in den Himmel kommen müssen, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Das Gute, das wir tun, ist eine Frucht aus dem Glauben an ihn, aus unserer Verbindung mit ihm. Entscheidend ist, dass wir nicht aufhören, im Gebet, in der Heiligen Messe, im Sakrament der Vergebung, im Betrachten seines Wortes die Verbindung mit ihm zu leben. So bleibt die Beziehung mit ihm lebendig und er selber ist es, der uns in der konkreten Situation erkennen lässt was sein Wille ist. Und er selber ist es, der unser Herz verwandelt zu einem Herzen aus Fleisch, das fähig ist Mitleid zu haben mit der Not der Menschen, mit ihnen barmherzig zu sein und so dem Herrn selber zu dienen in unseren bedürftigen Brüdern und Schwestern. Amen.

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Predigt zum 33. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 400-406)

Das Gleichnis von einem reichen Mann, der auf Reisen geht und seinen Dienern sein ganzes Vermögen anvertraut, erinnert uns daran, dass wir von Gott mit Gaben und Fähigkeiten beschenkt sind. Sie sind uns anvertraut, das heißt, es sind seine Gaben, die wir deshalb nicht egoistisch für unsere Interessen nützen dürfen. Sie sind uns von Gott anvertraut, damit wir sie für ihn einsetzen, für seine Interessen, für das Wachstum des Reiches Gottes, für das Heil der Menschen.

Wir sind mit Gaben beschenkt allein schon durch das Leben, das wir empfangen haben. Wir sind Menschen mit Leib und Seele und mit wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet. Wir können Hören, Sprechen, wir können Lachen und Trauern und vieles andere.

Als Christen sind wir mit der Gabe des Heiligen Geist beschenkt, der in uns bewirkt, dass wir glauben, hoffen und lieben können. Die Fähigkeit an Gott zu glauben, der die Welt erschaffen hat und an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den der himmlische Vater gesendet hat als unseren Herrn und Heiland, ist eine Gabe Gottes. Sie ist uns nicht nur für unser eigenes Heil gegeben, sondern auch, dass wir sie  weitergeben in der Familie an die Kinder, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis, indem wir einem Gespräch über den Glauben nicht ausweichen, in der Pfarre, indem wir beim Gottesdienst auch an andere Menschen denken und für sie um diese Gabe bitten.

Auch wenn jemand eine gute Stimme hat, ist das eine Gabe Gottes, die ihm anvertraut ist. Er dient mit dieser Gabe dem Heil der Menschen, wenn er sie einsetzt, um mit Liedern Gott zu loben und zu preisen. Ein schöner Gesang hat die Kraft die Herzen der Menschen für Gott zu öffnen. Oder er dient Gott mit der Gabe einer guten Stimme, indem er als Lektor das Wort Gottes vorträgt.

Das gut verständlich gesprochene Wort Gottes dringt ein in die Herzen und geht wie ein Same auf und bringt Frucht.

Die größte Gabe, die uns Gott anvertraut hat, ist die Liebe, die Fähigkeit Gott und die Nächsten zu lieben. Wir dienen Gott mit dieser Gabe, wenn wir uns vom Eigenwillen loslösen und unsere Kraft einsetzten, um das zu tun was Gott will. Wir dienen dem Nächsten, wenn wir ihm Zeit und Aufmerksamkeit schenken, wenn wir geistige und materielle Güter mit ihm teilen. Wir begehen heute auch den Welttag der Armen, der unter dem Motto steht: „Streck dem Armen deine Hand entgegen“. Wir strecken ihm die Arme entgegen, wenn wir ihm helfen das zu haben, was er für das Leben braucht: Arbeit, Nahrung, Kleidung, Obdach …

Auch Eheleute dürfen die Liebe, die sie im Ehesakrament empfangen, als Gabe sehen, die ihnen Gott anvertraut. Sie setzen diese Gabe der ehelichen Liebe ein, wenn sie einander helfen und Gutes tun, wenn sie einander verzeihen und ertragen und immer wieder annehmen.

Im Gleichnis ist davon die Rede, dass einer von den Dienern sein Talent vergraben hat. Jesus nennt ihn einen faulen und schlechten Diener. Er hat sein Talent nicht für den Herrn eingesetzt, sondern nur egoistisch für sich selber gelebt. Bei der Ankunft des Herrn kann er nicht eingehen in die Freude des Herrn.

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Gleichnis ruft uns auf wachsam zu sein, indem wir uns nicht für ein bequemes Leben entscheiden, sondern die uns anvertrauten Gaben und Fähigkeiten im Interesse Gottes einsetzen, damit sein Reich dort, wo wir hingestellt sind, wachsen kann und sich entfaltet. Der Gedanke, dass den Dienern Gottes etwas unendlich Großes erwartet, für immer am Freudenfest des Herrn teilnehmen zu dürfen, ermutigt und drängt uns dazu. Amen.

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Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis, Lj. A

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 393-399)

Im Gleichnis des heutigen Evangeliums sind mit den zehn Jungfrauen wir Christen gemeint, mit dem Bräutigam unser Herr Jesus Christus. Das Gleichnis regt uns an über unser Leben als Christen nachzudenken. Gehören wir zu den klugen oder den törichten Jungfrauen? Das Gleichnis sagt uns, dass wir in eine ganz innige Beziehung zu Christus gerufen sind, die mit der Taufe begonnen hat.

Der heilige Apostel Paulus sagt, dass wir auf den Tod Christi getauft worden sind (Röm 6,3f). Das heißt, wir sind hineingenommen worden in die größte Liebe unseres Herrn Jesus Christus. Er hat den kostbarsten Preis bezahlt, sein Blut vergossen, damit wir losgekauft sind vom dem Bösen und ihm gehören. Wir sind seine Braut geworden und leben als Christen in dieser bräutlichen Beziehung zu ihm.

Dass wir dazu fähig sind, hat er uns schon bei der Taufe mit dem Heiligen Geist gesalbt, der uns die Tugenden schenkt an Gott glauben, auf ihn hoffen und ihn lieben zu können. Der Heilige Geist ist das Öl in den Lampen von dem das Gleichnis spricht. Er ist die Kraft für diese innere Beziehung zum Bräutigam: Nach ihm zu verlangen, ihn zu lieben, ihn zu erwarten. Unser christliches Leben besteht darin, dafür zu sorgen, dass dieses Öl in unserer Seele, diese Liebe zum Bräutigam nicht ausgeht. Klug sein im christlichen Leben bedeutet daher, das zu tun, was diese innere Beziehung zu ihm nährt und stärkt: Sich Zeit nehmen für ihn, bei ihm zu verweilen, ihn zu loben, zu preisen, ihm zu danken, und vor allem auf ihn zu hören und das zu tun, was er sagt. Am Schluss der Bergpredigt spricht Jesus von der Klugheit, wenn er sagt: „Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“ (Mt 7,24).  

Jesus lieben bedeutet auch ihm in den Mitmenschen Gutes zu tun, wozu besonders die gegenwärtige Zeit der Viruspandemie viele Möglichkeiten bietet, wie zum Beispiel einen Menschen in Quarantäne anzurufen und ihm so etwas Nähe zu schenken.

Das Gleichnis hat eine sehr ernste Botschaft. Es besagt, dass es ein zu spät gibt. Als der Bräutigam nach langer Zeit plötzlich kommt, haben alle zehn Jungfrauen ihre Lampen bei sich. Aber fünf von ihnen haben kein Öl mehr, das heißt, in ihrem Inneren ist das Empfinden für ihn, die Liebe zu ihm, das Verlangen nach ihm erloschen. Die fünf klugen Jungfrauen haben Öl in Krügen mitgenommen, sie haben die Beziehung zum Bräutigam gelebt, ihr Herz bewahrt vor der Anhänglichkeit an irdische Dinge. Obwohl der Bräutigam mitten in der Nacht gekommen ist, sind sie im Inneren wach geblieben für seine Ankunft und sind ihm mit brennenden Lampen entgegengegangen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Es ist eine ganz große Botschaft, dass wir auf eine himmlische Hochzeit zugehen, auf eine ewige Hochzeit, die nicht mehr endet und uns nicht mehr in den oft harten Alltag entlässt. Dieses Gleichnis weckt uns auf nach unserer Beziehung zu Christus zu fragen. Lebe ich eine innere Beziehung zu ihm, die Beziehung der Braut zum Bräutigam? Erbitten wir dazu auch die Hilfe der Gottesmutter Maria, die uns das schönste Beispiel gegeben hat als kluge Jungfrau zu leben. Amen.

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