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Predigt zum Hochfest Christkönig Lj A 2020

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 407-412)

Es ist unser Glaube, was wir im Evangelium gehört haben, dass unser Herr Jesus Christus am Ende der Zeit wiederkommen wird in seiner göttlichen Herrlichkeit, und dass er dann der König und Richter aller Menschen sein wird.

„Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt, […], dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen“.

Es heißt im Evangelium, dass alle Völker vor ihm versammelt werden. Es heißt nicht alle Getauften, alle Christen, sondern alle Völker. Mit dem Wort „Völker“,  (ἔθνος) sind besonders jene Menschen gemeint, die noch nichts von Jesus gehört haben, die noch nicht zum Glauben an ihn gekommen sind, die noch Heiden sind. Gott will das Heil aller Menschen. Auch jene Menschen, die ohne eigene Schuld noch nicht an Jesus glauben, haben die Möglichkeit in das Reich Gottes zu gelangen, durch die Taten der Liebe.

Sie werden gerettet, wenn sie nach ihrem Gewissen handeln. Denn Gott hat jedem Menschen sein Gesetz in das Innerste seines Gewissens eingeschrieben. Das Gewissen ist das verborgene Heiligtum des Menschen, indem Gottes Stimme ihm zuruft das Gute zu lieben und zu tun und das Böse zu meiden. Das Gewissen sagt dem Menschen, dass die Liebe die Wahrheit für sein Leben ist: Mitleid zu haben mit den Menschen, die in Not sind, die Hunger haben, die Durst haben, die fremd und heimatlos sind, die nicht genug Kleidung haben, die obdachlos sind, die krank sind oder im Gefängnis vereinsamen.

Am Ende zählt für die Menschen aller Völker, ob sie der Stimme ihres Gewissens gefolgt sind und die Werke der Barmherzigkeit getan haben, besonders an den Brüdern und Schwestern Jesu:

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,

das habt ihr mir getan“.

Seine Brüder sind jene, die an ihn glauben, auf ihn hören und danach leben (vgl. Mt 12,49-50). Gerade sie sind es, die wegen ihres gelebten christlichen Glaubens oft verfolgt und bedrängt und daher bedürftig sind.

Wer sich der inneren Stimme Gottes widersetzt und im Herzen hart bleibt und unbarmherzig und nur egoistisch und selbstsüchtig lebt, kann vor dem Richter nicht bestehen. Das Evangelium verkündet ganz klar, dass es eine ewige Verdammnis gibt: „Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, …“ Das ist eine ernste Botschaft, die uns allen zu Herzen gehen muss, aber uns dennoch nicht ein ganzes Leben lang mit Angst erfüllen soll.

Als Christen glauben wir, dass wir nicht durch unsere Leistung in den Himmel kommen müssen, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Das Gute, das wir tun, ist eine Frucht aus dem Glauben an ihn, aus unserer Verbindung mit ihm. Entscheidend ist, dass wir nicht aufhören, im Gebet, in der Heiligen Messe, im Sakrament der Vergebung, im Betrachten seines Wortes die Verbindung mit ihm zu leben. So bleibt die Beziehung mit ihm lebendig und er selber ist es, der uns in der konkreten Situation erkennen lässt was sein Wille ist. Und er selber ist es, der unser Herz verwandelt zu einem Herzen aus Fleisch, das fähig ist Mitleid zu haben mit der Not der Menschen, mit ihnen barmherzig zu sein und so dem Herrn selber zu dienen in unseren bedürftigen Brüdern und Schwestern. Amen.

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Predigt zum 33. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 400-406)

Das Gleichnis von einem reichen Mann, der auf Reisen geht und seinen Dienern sein ganzes Vermögen anvertraut, erinnert uns daran, dass wir von Gott mit Gaben und Fähigkeiten beschenkt sind. Sie sind uns anvertraut, das heißt, es sind seine Gaben, die wir deshalb nicht egoistisch für unsere Interessen nützen dürfen. Sie sind uns von Gott anvertraut, damit wir sie für ihn einsetzen, für seine Interessen, für das Wachstum des Reiches Gottes, für das Heil der Menschen.

Wir sind mit Gaben beschenkt allein schon durch das Leben, das wir empfangen haben. Wir sind Menschen mit Leib und Seele und mit wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet. Wir können Hören, Sprechen, wir können Lachen und Trauern und vieles andere.

Als Christen sind wir mit der Gabe des Heiligen Geist beschenkt, der in uns bewirkt, dass wir glauben, hoffen und lieben können. Die Fähigkeit an Gott zu glauben, der die Welt erschaffen hat und an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den der himmlische Vater gesendet hat als unseren Herrn und Heiland, ist eine Gabe Gottes. Sie ist uns nicht nur für unser eigenes Heil gegeben, sondern auch, dass wir sie  weitergeben in der Familie an die Kinder, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis, indem wir einem Gespräch über den Glauben nicht ausweichen, in der Pfarre, indem wir beim Gottesdienst auch an andere Menschen denken und für sie um diese Gabe bitten.

Auch wenn jemand eine gute Stimme hat, ist das eine Gabe Gottes, die ihm anvertraut ist. Er dient mit dieser Gabe dem Heil der Menschen, wenn er sie einsetzt, um mit Liedern Gott zu loben und zu preisen. Ein schöner Gesang hat die Kraft die Herzen der Menschen für Gott zu öffnen. Oder er dient Gott mit der Gabe einer guten Stimme, indem er als Lektor das Wort Gottes vorträgt.

Das gut verständlich gesprochene Wort Gottes dringt ein in die Herzen und geht wie ein Same auf und bringt Frucht.

Die größte Gabe, die uns Gott anvertraut hat, ist die Liebe, die Fähigkeit Gott und die Nächsten zu lieben. Wir dienen Gott mit dieser Gabe, wenn wir uns vom Eigenwillen loslösen und unsere Kraft einsetzten, um das zu tun was Gott will. Wir dienen dem Nächsten, wenn wir ihm Zeit und Aufmerksamkeit schenken, wenn wir geistige und materielle Güter mit ihm teilen. Wir begehen heute auch den Welttag der Armen, der unter dem Motto steht: „Streck dem Armen deine Hand entgegen“. Wir strecken ihm die Arme entgegen, wenn wir ihm helfen das zu haben, was er für das Leben braucht: Arbeit, Nahrung, Kleidung, Obdach …

Auch Eheleute dürfen die Liebe, die sie im Ehesakrament empfangen, als Gabe sehen, die ihnen Gott anvertraut. Sie setzen diese Gabe der ehelichen Liebe ein, wenn sie einander helfen und Gutes tun, wenn sie einander verzeihen und ertragen und immer wieder annehmen.

Im Gleichnis ist davon die Rede, dass einer von den Dienern sein Talent vergraben hat. Jesus nennt ihn einen faulen und schlechten Diener. Er hat sein Talent nicht für den Herrn eingesetzt, sondern nur egoistisch für sich selber gelebt. Bei der Ankunft des Herrn kann er nicht eingehen in die Freude des Herrn.

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Gleichnis ruft uns auf wachsam zu sein, indem wir uns nicht für ein bequemes Leben entscheiden, sondern die uns anvertrauten Gaben und Fähigkeiten im Interesse Gottes einsetzen, damit sein Reich dort, wo wir hingestellt sind, wachsen kann und sich entfaltet. Der Gedanke, dass den Dienern Gottes etwas unendlich Großes erwartet, für immer am Freudenfest des Herrn teilnehmen zu dürfen, ermutigt und drängt uns dazu. Amen.

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Predigt zum 32. Sonntag im Jahreskreis, Lj. A

(Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lesejahr A, S. 393-399)

Im Gleichnis des heutigen Evangeliums sind mit den zehn Jungfrauen wir Christen gemeint, mit dem Bräutigam unser Herr Jesus Christus. Das Gleichnis regt uns an über unser Leben als Christen nachzudenken. Gehören wir zu den klugen oder den törichten Jungfrauen? Das Gleichnis sagt uns, dass wir in eine ganz innige Beziehung zu Christus gerufen sind, die mit der Taufe begonnen hat.

Der heilige Apostel Paulus sagt, dass wir auf den Tod Christi getauft worden sind (Röm 6,3f). Das heißt, wir sind hineingenommen worden in die größte Liebe unseres Herrn Jesus Christus. Er hat den kostbarsten Preis bezahlt, sein Blut vergossen, damit wir losgekauft sind vom dem Bösen und ihm gehören. Wir sind seine Braut geworden und leben als Christen in dieser bräutlichen Beziehung zu ihm.

Dass wir dazu fähig sind, hat er uns schon bei der Taufe mit dem Heiligen Geist gesalbt, der uns die Tugenden schenkt an Gott glauben, auf ihn hoffen und ihn lieben zu können. Der Heilige Geist ist das Öl in den Lampen von dem das Gleichnis spricht. Er ist die Kraft für diese innere Beziehung zum Bräutigam: Nach ihm zu verlangen, ihn zu lieben, ihn zu erwarten. Unser christliches Leben besteht darin, dafür zu sorgen, dass dieses Öl in unserer Seele, diese Liebe zum Bräutigam nicht ausgeht. Klug sein im christlichen Leben bedeutet daher, das zu tun, was diese innere Beziehung zu ihm nährt und stärkt: Sich Zeit nehmen für ihn, bei ihm zu verweilen, ihn zu loben, zu preisen, ihm zu danken, und vor allem auf ihn zu hören und das zu tun, was er sagt. Am Schluss der Bergpredigt spricht Jesus von der Klugheit, wenn er sagt: „Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“ (Mt 7,24).  

Jesus lieben bedeutet auch ihm in den Mitmenschen Gutes zu tun, wozu besonders die gegenwärtige Zeit der Viruspandemie viele Möglichkeiten bietet, wie zum Beispiel einen Menschen in Quarantäne anzurufen und ihm so etwas Nähe zu schenken.

Das Gleichnis hat eine sehr ernste Botschaft. Es besagt, dass es ein zu spät gibt. Als der Bräutigam nach langer Zeit plötzlich kommt, haben alle zehn Jungfrauen ihre Lampen bei sich. Aber fünf von ihnen haben kein Öl mehr, das heißt, in ihrem Inneren ist das Empfinden für ihn, die Liebe zu ihm, das Verlangen nach ihm erloschen. Die fünf klugen Jungfrauen haben Öl in Krügen mitgenommen, sie haben die Beziehung zum Bräutigam gelebt, ihr Herz bewahrt vor der Anhänglichkeit an irdische Dinge. Obwohl der Bräutigam mitten in der Nacht gekommen ist, sind sie im Inneren wach geblieben für seine Ankunft und sind ihm mit brennenden Lampen entgegengegangen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Es ist eine ganz große Botschaft, dass wir auf eine himmlische Hochzeit zugehen, auf eine ewige Hochzeit, die nicht mehr endet und uns nicht mehr in den oft harten Alltag entlässt. Dieses Gleichnis weckt uns auf nach unserer Beziehung zu Christus zu fragen. Lebe ich eine innere Beziehung zu ihm, die Beziehung der Braut zum Bräutigam? Erbitten wir dazu auch die Hilfe der Gottesmutter Maria, die uns das schönste Beispiel gegeben hat als kluge Jungfrau zu leben. Amen.

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Predigt zu Allerheiligen 2020 (Pfr. Rupert Toferer, Kössen Schwendt)

Wir glauben, dass die Menschen, die wir als Selige oder Heilige verehren, bei Gott im Himmel sind. Die Offenbarung des Johannes spricht von einer unzählbaren Schar aus allen Nationen und Völkern, die in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm standen (Off 7,9). Um bei Gott sein zu können, ist es notwendig heilig zu sein. Gott ist heilig. „Seid heilig, weil ich heilig bin“, mahnt der Apostel Petrus (1 Petr 1,16).

Wie aber sind Menschen heilig geworden? Da hilft uns vielleicht der Vergleich mit dem Mond, der in der Nacht leuchtet und die Erde erhellt.  Er leuchtet nur, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Er empfängt das Licht von der Sonne und lässt es auf die Erde strahlen. So ist es mit den Heiligen. Sie sind nicht von sich aus heilig geworden. Sie haben sich von Jesus Christus, der wahren Sonne, anstrahlen lassen und sind so selber zum Licht geworden. Sie haben sich viel Zeit genommen in seiner Gegenwart zu verweilen. Sie haben die Gelegenheiten genützt die heilige Messe mitzufeiern und vor dem Tabernakel in der Kirche oder Kapelle zu verweilen. Von der heiligen Mutter Teresa wissen wir, dass sie die Zeit für die Anbetung für sich und die Mitschwestern verdoppelt hat, als der Dienst an den Armen mehr geworden ist.

Die Heiligen sind nicht Menschen ohne Fehler gewesen. Ihnen ist es nicht immer gelungen geduldig und liebevoll zu sein. Sie haben alle auch an den Schwächen ihrer Natur gelitten. Sie haben sich aber immer wieder der Vergebung geöffnet, die Jesus durch das Kreuz erworben hat und besonders durch das Bußsakrament schenkt. Sie sind jene Menschen, die das Gewand ihrer Seele im Blute des Lammes weiß gemacht haben (Off 7,15). Dazu hat Gott seinen Sohn in die Welt gesandt und ihn für uns hingegeben, um uns von den Sünden zu reinigen und uns für den Himmel fähig zu machen. Allerheiligen ist somit das Erntedankfest des Paschamysteriums Jesu, seines Todes und seiner Auferstehung. Die Heiligen sind eine Frucht der siegreichen Gnade Gottes. (Vgl. Direktorium Spirituale, Nov. 2020, S 3) Die Früchte im Leben der Heiligen sind die Haltungen, die Jesus im Evangelium seligpreist: „Selig, die arm sind vor Gott, …“.  Selig, die  Trauernden, … Selig, die Sanftmütigen, …“.

Die Heiligen haben erkannt, dass sie nicht glücklich sind, wenn sie viel besitzen und reich sind, sondern nur, wenn sie tun, was Gottes Wille ist. Das erfüllt sie mit einer viel tieferen inneren Freude.

Mit den Trauernden, die Jesus seligpreist, sind jene Menschen gemeint, die traurig sind, weil etwas geschieht, was nicht der Wahrheit entspricht. Es ist heute schon so, dass menschliches Tun, das nicht der Wahrheit entspricht, selbstverständlich geworden ist und sich niemand mehr dagegen auflehnt. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat in seinem Buch Jesus von Nazareth über diese zweite Seligpreisung die Worte geschrieben: „Es sind Menschen, die nicht mit den Wölfen heulen, die sich nicht in das Mitläufertum mit dem selbstverständlich gewordenen Unrecht hineinziehen lassen, sondern darunter leiden“ (Band I, S. 117).

Mit den Sanftmütigen, die Jesus seligpreist, sind Menschen gemeint, die wegen ihres Gehorsams zu Gott von den Menschen benachteiligt werden, aber nicht mit Gewalt reagieren, sondern ihnen gegenüber milde bleiben und nicht aufhören ihnen Gutes zu tun.

Liebe Brüder und Schwestern!

Diese und auch die anderen Haltungen, die  Jesus seligpreist, sind Früchte, die er in den Menschen, die sich für ihn öffnen, wachsen lässt. Bitten wir die Heiligen im Himmel um ihre Fürsprache bei Jesus, dass immer mehr Menschen ihn als die wahre Sonne in ihrem Leben entdecken und sich von ihm anstrahlen lassen, und so selber zum Licht für die Welt werden. Amen.

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Predigt vom 26. Sonntag im Jahreskreis Lj A – Erntedank

(Rupert Toferer, Kössen/Schwendt)

Liebe Brüder und Schwestern in Christus, dem Herrn!

Wir sind eingeladen am Erntedankfest auch einmal zu danken für die Liebe, die wir von Mitmenschen empfangen und für die Liebe Gottes. Dass auch in dieser Zeit der starken Einschränkungen und Maßnahmen viele Menschen bewegt werden Gutes zu tun, anderen zu helfen, wie zum Beispiel die Landjugend entschieden hat, für Ältere einkaufen zu gehen, ist nicht selbstverständlich, ist ein Grund zu danken.

Die Liebe Gottes zu uns dürfen wir besonders darin erkennen, dass er seinen Sohn gesandt hat, mit dem Auftrag für uns Erlöser und Heiland zu sein. Jesus ist der Heiland für Leib und Seele, für den ganzen Menschen, das heißt für alle Belange unseres Lebens. Ihm ist die Macht gegeben uns vor den Gefahren des Leibes zu schützen, uns von Bedrängnissen zu befreien. Wir sind aufgerufen ihn noch mehr um Befreiung von der Virus Plage zu bitten.

Er ist der Heiland und Erlöser, vor allem auch für das, was uns im Herzen belastet und bedrückt. So sind wir eingeladen ihm zu danken, für alles, was er getan hat, um für uns Heiland und Erlöser zu sein. Wir haben von seiner Erniedrigung in der zweiten Lesung gehört.

Der schönste Dank an ihn ist es, ihn als Erlöser und Heiland anzuerkennen. Das tun wir, indem wir auf ihn hören und uns entscheiden das zu tun, was er uns sagt. Im Evangelium geht es um diesen Dank an Gott, der ausgedrückt wird in der Bereitschaft, seinen Willen zu tun.

Wir haben von einem Mann gehört, der einen Weinberg und zwei Söhne hat. Er braucht die Mithilfe seiner Söhne für die Arbeit im Weinberg und bittet sie darum.

Einer von beiden gibt dem Vater zuerst eine Absage, später aber besinnt er sich und geht doch. Der andere Sohn sagt zuerst Ja, geht aber dann doch nicht.

Mit einem Sohn sind die Führer und Vertreter des auserwählten Volkes Israel angesprochen. Sie haben zuerst „Ja“ gesagt zum Bund den Gott mit ihnen geschlossen hat, haben fest versprochen den Willen Gottes zu erfüllen, haben auch „Ja“ gesagt zu der Verheißung, dass Gott den Messias senden wird. Jetzt aber, als er da ist und sie korrigiert und ihnen den Willen Gottes neu verkündet, anerkennen sie ihn nicht und sagen so „Nein“ zu Gott.

Der andere Sohn entspricht der Haltung der Zöllner und Dirnen. Sie haben zuerst „Nein“ gesagt zu Gott und sich nicht um seinen Willen gekümmert. Als aber Johannes der Täufer aufgetreten ist, haben sie geglaubt, dass er von Gott gesandt ist und den Willen Gottes verkündet. Sie haben ihr schlechtes Verhalten bereut und sind bereit gewesen ihr Leben zu ändern. Sie haben geglaubt, was Johannes über Jesus gesagt hat, dass er das Lamm Gottes ist, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Sie haben Jesus als den Erlöser und Heiland für ihr Leben anerkannt und angenommen und sich so für Gott entschieden.

Liebe Brüder und Schwestern!

Mit den Worten des Evangeliums spricht Jesus auch jeden von uns an. Er lädt uns ein sich Zeit zu nehmen und auf die Stimme unseres Herzens zu hören. Was will Gott von mir? Und wenn ich erkenne, was Gott von mir will, welche Antwort gebe ich ihm? Mit der Antwort, die ich auf diese Frage gebe, hängt auch zusammen, ob ich im Leben glücklich oder traurig bin. Ein väterlicher Freund von mir hat oft im Gespräch mit Menschen einen Spruch gesagt, der den Sinn dieses kurzen Evangeliums auf den Punkt bringt. Er steht auch auf meinem Auto geschrieben: „Gottes Willen tun ist Glück“. Möge uns die Gottesmutter helfen auf diese Weise den Dank an Gott zu leben. Amen.

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Predigt zum 21. Sonntag i. Jkr. Lj A, 2020

(Pfr. Rupert Toferer, inhaltlich angeregt durch P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien, Lj A, S 319-322)

Im Evangelium haben wir gehört, dass der Apostel Petrus Jesus mit den Worten bekennt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Nach diesem Bekenntnis, das ihm von Gott, dem Vater, eingegeben worden ist, preist ihn Jesus selig und verkündet ihm seine Berufung zum Petrusamt: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“.

Das Wort „Fels“ kommt im Alten Testament öfter vor und ist ein Wort, das auf Gott angewendet wird, wie zum Beispiel im Psalm 62: „Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Burg, ich werde nicht wanken (7)“. Das Wort „Fels“ steht für Festigkeit, Verlässlichkeit, Sicherheit und Treue und somit nur für Gott. Von Jesus Christus heißt es im Epheserbrief: „Der Eckstein ist Christus Jesus selbst. In ihm wird der ganze Bau zusammengehalten … (2,20-21)“.

Im heutigen Evangelium wendet Jesus dieses Wort vom Felsen auf einen schwachen Menschen an, auf Petrus, der ihn später sogar verleugnen wird. Wie ist das möglich? Der heilige Papst Leo der Große hat das folgenderweise erklärt: Er sagt, Jesus ist der unzerstörbare Fels, der Schlussstein, das Fundament, außerdem kein anderes gelegt werden kann. Dennoch ist auch Petrus Fels, weil er durch die Kraft Christi gestärkt wird und mit ihm durch Teilnahme gemeinsam haben darf, was für Jesus eigene Vollmacht ist. Jesus lässt Petrus an seinem „Fels Sein“ teilnehmen. (Vgl. Lektionar zum Stundenbuch I 2 S. 216)

Warum aber ist es dem Herrn wichtig, dass es außer ihm noch einen Felsen gibt? Er ist der Sohn Gottes, der Mensch geworden ist.

Dadurch ist Gott selber unter den Menschen sichtbar, hörbar, greifbar geworden. Viele Menschen haben in den Worten Jesu erkannt, dass es Worte sind, die Gott spricht und auf die absolut Verlass ist. „Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute“, hat Jesus im Anschluss an die Bergpredigt gesagt (Mt 7,24). Jesus ist zum Vater heimgekehrt und er hat Petrus eingesetzt, damit die Wahrheit weiterhin sichtbar und hörbar unter den Seinen bleibt.

Petrus ist daher der sichtbare Garant, dass die Wahrheit unseres christlichen Glaubens erhalten bleibt, vor allem die Wahrheit, dass Jesus, der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes ist. Jesus, der erhöhte Herr, steht also in engster Verbindung mit seinem sichtbaren Stellvertreter auf Erden. Es ist daher auch verständlich, dass Jesus Petrus dreimal nach seiner Liebe zu ihm gefragt hat, worauf Petrus dreimal antwortete: „Ja Herr, du weißt, dass ich dich Liebe“ (Joh 21,15-17). Seine Schwachheit ist kein Hindernis für sein Amt, denn seine Liebe zu Jesus bewegt ihn zur Reue, die ihn immer wieder fähig macht für seine einzigartige Verbindung mit Christus.

Liebe Brüder und Schwestern!

Danken wir für das Geschenk des Petrusamtes, das im Papsttum fortbesteht. Hören und lesen wir eifrig was der Papst sagt. Es sind Worte und Schriften, durch die uns der Nachfolger Petri im Glauben an Christus stärkt. Über die Homepage des Vatikans können wir reichlich aus den Predigten und Schriften des Heiligen Vaters schöpfen.

Papst Franziskus bittet immer wieder um das Gebet für ihn. Er scheut es nicht auch über die Wirklichkeit des Teufels zu predigen und vertraut sich daher auch unserem Gebet an. Folgen wir seiner Bitte, damit ihn nichts von seiner Liebe zu Christus wegbringen kann und er für uns in einer schwierigen Zeit der Fels ist an dem wir uns orientieren und festhalten können. Amen.

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Medjugorje-Botschaft vom 25.Juni 2020 (39.Jahrestag der Erscheinungen)

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Medjugorje-Botschaft vom 25.April 2020

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Ostergrüsse des Pfarrers von Medjugorje

Ostergrüße des Pfarrers von Medjugorje,

  13.04.2020

Pater Marinko Sakota!

Liebe Brüder und Schwestern, Pfarreimitglieder, Pilger, liebe Freunde von Medjugorje, die ihr auf der ganzen Welt mit der Gospa (Muttergottes) verbunden seid, mit dem, was sie uns sagt, die ihr euch Ihr und Ihrem Aufruf zum Frieden und zum Gebet geöffnet habt, von Herzen grüße ich euch alle und möchte ein paar Worte an euchrichten.

Die Fastenzeit liegt hinter uns, Ostern steht vor der Tür. Das ist für uns alle ein Ruf zu einem Ostern in uns, dieses Jahr ist dieses Ostern besonders. Gerade in dieser Zeit der Corona-Virus Epidemie, in der wir ohne die Eucharistie, ohne das gemeinsame Gebet, ohne das Sakrament der Beichte geblieben sind, gerade dies ist die Zeit, die Zeit des Schweigens, die Zeit, in der wir uns in uns selbst versenken, die Zeit, in der wir dem Herrn erlauben, uns zu verwandeln.

Dies ist die Zeit des Gebets, in dem die Mutter möchte, dass wir uns Gott öffnen, wie sich die Natur der Sonne, der Sonnenwärme, öffnet, damit wir uns im Gebet der Liebe Gottes öffnen, Ihm erlauben, zu unserem Herzen zu sprechen, Ihm erlauben, dass die Strahlen Seiner Liebe unser Wesen berühren und dass in Ihm die Verwandlung stattfindet. So möchte die Gospa, unsere liebe Mutter, dass dies in uns geschieht, und Sie ruft uns auf: Kehrt zu Jesus zurück, kehrt zurück!

Kehrt zum Gebet und zum Fasten zurück! Richtet euren Blick und euer Herz auf Gott, öffnet euer Herz für die Liebe Gottes und befreit euch von allem, was euch von Gott, vom Gebet ablenkt. Lasst los, geht und kehrt zu Gott zurück, wie der verlorene Sohn, der zum Vater zurückkehrt.

Hier – die Zeit, in der wir uns jetzt befinden – ist die Zeit, in der sich der verlorene Sohn befindet, die Zeit des Schweigens, die Zeit, in der wir zu uns selbst kommen, wenn wir meditieren und nachdenken, die Zeit, in der wir schauen, wo wir einen  falschen Weg eingeschlagen haben, wo wir uns von Jesus entfernt haben, wann wir uns vom Gebet, vom Fasten, vom Wort Gottes, von unseren Familienmitgliedern, von den wahren Werten entfernt haben. Dies ist die Zeit, in der ich zurückkehre, indem ich mich wieder dem Herrn und dem Gebet zuwende. In all diesem, liebe Freunde, ist Maria uns ein Vorbild. Sie ist die Person, die sich dem Herrn öffnet und Ihm erlaubt, zu Ihrzu sprechen. „Hier bin ich, Herr, mir geschehe nach deinem Wort!“ Dies ist die Erlaubnis, dies ist das Öffnen des Herzens, und dies geschieht in Ihr im Schweigen. Als der Engel zu Ihr sprach, trat Maria in Ihr Inneres ein, sie tauchte in Ihr Herz ein, Sie blieb im Schweigen. Sie aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in Ihrem Herzen, wieder im Inneren, wieder im Schweigen.

Liebe Freunde, wir können diese Situation auf zwei Weisen verstehen. Wir können es als etwas verstehen, das uns auferlegt wurde, und ja, das ist es, wir wollten dies nicht. Wir können darüber klagen, weil wir nicht die Möglichkeit zur hl. Messe, zur Anbetung, zum Sakrament der Beichte haben, wir nicht die Möglichkeit haben hinauszugehen… Das erinnert uns an das, was die Israeliten in der Wüste getan haben, nachdem sie aus Ägypten ausgezogen sind, als sie murrten: „Wir haben nichts als dieses elende Essen, dieses Manna, das uns anwidert. Wir haben nichts als das.“ Also, auch das, was wir haben, ist nichts. Sie sehen nur, was sie nicht haben. Ebenso können wir auch jetzt unseren Blick auf das richten, was wir nicht haben, was uns fehlt, was wir nicht können.

Die zweite Möglichkeit ist, wir können diese auferlegte Zeit inetwas Gutes verwandeln. Wir haben die Möglichkeit zu wählen und zu sagen: „Ich möchte diese Zeit jetzt nutzen als eine Zeit der Gnade, als eine geschenkte Zeit zur inneren Verwandlung, um mein Herz für den Herrn zu öffnen, eine Zeit, in der ich ruhig werde, stoppe und stehenbleibe, eine Zeit, die mir hilft, nicht zu eilen, nichts zu überstürzen, um einzusehen, dass ich Zeit, für das Gebet, für dasWort Gottes und für meine Familienmitglieder habe.

Jetzt, liebe Freunde, ist Ostern! Tatsächlich, um es als wahres Ostern zu erleben.

Jesu Ostern geschah in Stille, es geschah und niemand hat es gesehen. Auch wir sind in der Stille unseres Zimmers und unseres Hauses. Jesus möchte, dass Ostern jetzt in uns geschieht, und es wird geschehen, wenn wir aus dem Grab herausgehen, in dem wir uns befinden, aus dem Grab negativer Gedanken, aus dem Grab negativer Gefühle gegenüber einigen Menschen und wenn wir beginnen, anderen Gutes zu wünschen.

Ebenso, wenn wir uns entscheiden zu vergeben, wenn wir anfangen, um die Liebe für eine Person zu beten, die wir nicht lieben, die wir nicht ertragen, die uns nicht lieb ist, die uns verletzt hat, wenn wir anfangen, für die Liebe in unserem Herzen für diese Person zu beten, dann ist dies das Herausgehenaus dem Grab.

Wenn wir uns entscheiden, das zu sehen, was gut ist, was uns gegeben wurde, was um uns herum ist, die Geschöpfe Gottes in der Natur zu sehen, wenn wir uns entscheiden, so vieles von dem zu sehen, was uns gegeben wurde, dann geschieht das Herausgehen aus dem Grab. Die Auferstehung! Ein neues Leben!
 

So, liebe Freunde, das wünsche ich euch von Herzen!

 
Frohe und gesegnete Ostern!

Ostergrüße des Pfarrers von Medjugorje, Pater Marinko Sakota: zum Video!

Quelle: medjugorje.hr

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Predigt zum 5. Fastensonntag Lj. A, 2020 (Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt, inhaltlich angeregt durch P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien, Lj A, S. 112-115)

Wir haben im Evangelium gehört, dass Lazarus aus Betànien, ein Mann, den Jesus liebt, krank geworden ist und dass sich Jesus zwei Tage Zeit gelassen hat, um ihn zu besuchen. Er lässt ihn zuerst sterben, um durch die Auferweckung des Lazarus seine Jünger und die Juden, die gekommen sind, um die beiden Schwestern des Lazarus zu trösten, zum Glauben an ihn zu führen. Die Krankheit des Lazarus dient dazu, dass Gott verherrlicht wird, dass der Sohn Gottes verherrlicht wird. Die Auferweckung des Lazarus bewirkt, dass Menschen zum Glauben an Jesus kommen, zum Glauben, dass der Vater ihn gesandt hat, dass er der Sohn Gottes ist, dass er Gott ist.

Bisher ist dieser Glaube noch nicht da gewesen. Das zeigt das heutige Evangelium: Sie glauben, dass Jesus Kranke heilen kann, mehr aber nicht. Von beiden Schwestern des Lazarus werden die Worte an Jesus gesprochen: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“. Und die anwesenden Juden sagen: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb“. Darin ist ausgesagt, dass sie glauben Jesus hätte dem Lazarus helfen können als er noch gelebt hat. Jetzt ist nichts mehr möglich. Es ist noch nicht der Glaube da, dass Jesus Gott ist und als Gott auch Herr über Leben und Tod ist. Es ist noch  nicht der Glaube da, dass der Vater durch Jesus Tote auferwecken kann und will.

Das ist es, was Jesus zutiefst in seinem Herzen erschüttert, dass dieser Glaube, dieses Vertrauen zu Gott, seinem Vater, noch nicht da ist. Er wirkt das Wunder, damit die Leute zum Glauben an ihn kommen. Viele sind zum Glauben an ihn gekommen, heißt es am Schluss des Evangeliums.

Mit der Auferweckung des Lazarus hilft Jesus seinen Jünger später glauben zu können, dass er selber auferstanden ist und lebt. Die Auferweckung des Lazarus festigt den Glauben seiner Jünger, sodass sie nicht mehr Angst haben müssen vor dem Weg des Leidens, den Jesus gehen muss und sie immer noch nicht wahrhaben wollen.

Mit der Auferweckung des Lazarus lässt er sie erkennen, dass er stärker ist als Leiden, Krankheit und Tod. Lazarus ist in sein irdisches Leben zurückkehrt und ist später doch wieder gestorben. Jesus ist zu einem neuen verklärten Leben auferstanden, das nicht mehr stirbt, das nicht mehr den Nöten des irdischen Lebens ausgesetzt ist. Zu diesem neuen unvergänglichen Leben möchte Gott auch uns durch den Glauben an Jesus führen, durch den Glauben an den, der gesagt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben auch wenn er stirbt, …“. Marta ist von Jesus gefragt worden ob sie das glaubt und sie hat bekannt: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“.

Liebe Brüder und Schwestern!

In der Osternachtfeier werden auch wir nach diesem Glauben an den Herrn Jesus Christus gefragt. Mögen uns noch die letzten zwei Wochen der Fastenzeit durch Gebet, Verzicht und gute Werke im Glauben an ihn stärken, sodass wir dann mit ganzem Herzen antworten können: Ich glaube. Möge uns dieser Glaube an den Sohn Gottes auch stärken in der gegenwärtigen Zeit der Not und Bedrängnis nicht aufzuhören ihn im Gebet um Befreiung und Hilfe zu bitten. Amen.  

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