Lesungen und Predigt zum 2.Fastensonntag im Jahreskreis „A“ – 16.März 2014

Lesungen

Predigt zum 2. Fastensonntag Lj. A  von Pfr. Rupert Toferer, Filzmoos

Wir haben das Evangelium von der Verklärung Jesu gehört. Unmittelbar vorher im selben Kapitel teilt Jesus seinen Jüngern zum ersten Mal mit, dass er jetzt nach Jerusalem gehen und dort von den Ältesten, den Hohen Priestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden muss. Er wird getötet werden aber am dritten Tage werde er auferstehen. Die Apostel haben sich schwer getan anzunehmen, dass das mit ihm geschehen soll. Petrus hat ihn sogar beiseite genommen und zu Jesus gesagt: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen“! Die Apostel konnten sich einen solchen Messias nicht vorstellen, der leiden muss und sich unter die Schmach des Kreuzes beugt. Sie haben gezweifelt ob Jesus wirklich der Messias ist. Sie haben an einen König im irdischen Sinn gedacht, der feierlich in Jerusalem einzieht und auf dem Thron Platz nimmt und mit dem sie herrschen können.

Sechs Tage danach nimmt Jesus drei von seinen Jüngern beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Am Berg bekommen sie nun die Bestätigung, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte Messias und Sohn Gottes ist. Einmal wird es ihnen dadurch bestätigt, dass Jesus vor ihren Augen verklärt wird. Sie dürfen seine göttliche Herrlichkeit schauen und brauchen nicht mehr an seiner Gottheit zweifeln. Dann auch durch die Stimme aus der leuchtenden Wolke, die ihnen bestätigt: „Das ist mein geliebter Sohn an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“.
Auch die Erscheinung von Mose und Elija bestätigt Jesus als Messias. Mose steht stellvertretend für das Gesetz und Elijas für die Propheten. Sowohl im Gesetz, wie auch bei den Propheten ist dieser Weg des Erlösers, des Messias vorausgesagt. Mose und Elija reden mit Jesus über sein Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Damit bestätigen sie, was Jesus seinen Jüngern vorausgesagt hat, dass er vieles erleiden muss, dass er sterben und auferstehen werde.

Durch diese Ereignisse am Berg Tabor sollten die Jünger im Glauben an Jesus gestärkt werden und auch bereit sein mit ihm nach Jerusalem zu gehen und ihm auch im Leiden nachzufolgen.
Petrus aber will am Berg drei Hütten bauen, das heißt er will an dem Ort bleiben wo er den Himmel so nahe erleben darf. Er will die Worte vom Leiden nicht hören und nicht wahr haben. Geht es nicht uns auch oft so, dass wir gerne schöne Feste feiern und gerne in Hochstimmung sind und was schwer ist im Leben verdrängen.

In der Fastenzeit können wir uns besonders vornehmen uns  ganz für Jesus zu entscheiden auch für den Jesus, der sich für uns im Leiden erniedrigt und das Kreuz auf sich genommen hat. Jesus sagt: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst. Er nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“.
Wir entscheiden uns für Jesus, wenn auch wir bereit sind unser tägliches Kreuz anzunehmen und zu tragen. Unser Kreuz, das sind unsere täglichen Aufgaben und Pflichten: Als Mutter und als Vater, dass sie in Geduld ihre täglichen Dienste für die Kinder, in der Hausarbeit, in der beruflichen Tätigkeit verrichten, dass sie das, was oft mühsam und trocken ist, aus Liebe zu Jesus tun.
Als Kinder, dass sie auch das tun, was sie nicht immer gerne tun wollen, in der Früh aufstehen, im Unterricht aufmerksam zu sein, pünktlich die Aufgaben machen, einem Mitschüler, der von den anderen wenig geachtet wird, Zuwendung zu schenken, all das, was nicht immer so „cool“ ist, aus Liebe zu Jesus tun.
Als Jugendliche, dass sie die Lehrjahre, die keine Herrenjahre sind, oder auch die Mühen des Studiums durchhalten, bei einer Mitgliedschaft in einem Verein, dass sie treu sind zu den Proben und Übungen, in einer freundschaftlichen Beziehung, dass sie warten können bis die Liebe reif ist und ganz Ja sagen und sich schenken kann in der Hochzeit, oder in einer Enttäuschung oder in einem Misserfolg, dass sie nicht zu verzweifeln, sondern immer wieder sagen: Herr, Dein Wille geschehe.
Liebe Brüder und Schwestern!
Das heutige Evangelium möchte uns stärken uns ganz für Jesus zu entscheiden und ihm auch in unserem täglichen Kreuz nachzufolgen. Es möchte uns stärken im Glauben an Jesus, und in der Bereitschaft auf ihn zu hören, der uns durch sein Beispiel und seine Worte zur Herrlichkeit des himmlischen Lebens führen will. Amen.

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