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Predigt vom 5.Fastensonntag im Jahreskreis „A“ – 6.April 2014

Predigt vom 5. Fastensonntag Lj A 2014 (Pfr. Rupert Toferer)

Auch das heutige Evangelium von der

Auferweckung des Lazarus möchte unseren Glauben an Jesus Christus stärken. Wir bereiten uns ja in den Wochen der Fastenzeit auf die Osternacht vor in der wir diesen Glauben erneuern.

Vor der Erweckung des Toten kommt es zum Gespräch Jesu mit Marta, der Schwester des Lazarus, die er zum Glauben an ihn führt. Marta sagte zu ihm: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“. Jesus antwortet  ihr: „Dein Bruder wird auferstehen“. Mart sagt darauf: „Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am letzten Tag“.
Auch wir bekennen diesen Glauben der Marta immer wieder im Glaubensbekenntnis: „Ich glaube die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“. Wir glauben, dass Gott unseren irdischen Leib, der nach unserem Tod wieder zu Erde oder zu Asche wird, einmal auferwecken wird und dass er uns einen verklärten himmlischen Leib schenken wird, der nicht mehr vergänglich ist. „Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf“(Ezechiel).
Jesus sagt aber zu Marta: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben auch wenn er stirbt …“ Zweimal sagt Jesus: „Wer an mich glaubt, …“  Es geht um den Glauben dass Jesus der Sohn Gottes ist. Wer sich mit diesem Glauben an ihn wendet, der kann auch mitten im Alltag Auferstehung erleben. Nach diesem Glauben wird auch Marta gefragt und sie bekennt: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“. So darf sie das große Geschehen der Auferweckung ihres toten Bruders sehen.
Das Evangelium berichtet auch wie Jesus den verstorbenen Lazarus auferweckt. Jesus wendet sich zuerst mit einem Gebet an den Vater und ruft dann mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“ Diese drei Worte bewirken, dass der Verstorbene aus dem Grab kommt und ins Leben zurückkehrt. Es sind Ja Worte Gottes, die aus dem Munde Jesu kommen. Am Anfang schon hat Gott alles durch sein Wort erschaffen. Er sprach: „Es werde Licht“ und es ist geschehen. Die Worte Gottes haben die Macht auch das zu bewirken was sie besagen.
Auch uns möchte Jesus mit seinem göttlichen Worten mitten im Leben Auferstehung schenken. Wir müssen uns nur immer wieder sein Wort zusprechen lassen. Jetzt bei der Heiligen Messe möchte er uns mit seinen Worten im Herzen berühren und aufrichten.

In der Fasten- und Osterzeit ist es ein Gebot der Kirche offen zu sein für die Worte, die Jesus durch das Sakrament der Buße zu uns spricht: „Ich spreche dich los … Deine Sünden sind dir vergeben“. Besonders durch diese Worte befreit Jesus unser inneres geistliches Leben von Belastungen und schenkt ihm Auferstehung und neue Kraft.

In beiden Lesungen haben wir gehört, dass der Heilige Geist lebendig macht: „Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig“. „Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, …, auch euren sterblichen leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt“. Dieser lebendig machende Geist ist bereits durch die Taufe und die Firmung in uns. Doch diese Quelle des göttlichen Lebens ist oft verschüttet und muss immer wieder freigelegt werden. Es braucht eine „Entrümpelung“ in unserem Herzen, die in einer guten Beichte geschieht.

Am Freitagnachmittag waren viele Mitarbeiter der Pfarrgemeinden nach Altenmarkt zu einer Begegnung mit unserem neuen Herrn Erzbischof, Dr. Franz Lackner OFM, eingeladen. In seiner Ansprache hat der Erzbischof viele Begebenheiten aus seinem Leben erzählt und uns so mit anschaulichen Beispielen im Glauben gestärkt. Er hat auch darüber gesprochen, dass es im Leben nicht nur Schönes, sondern auch viele Wunden gibt, Wunden, die wir durch unsere Familie und durch Mitmenschen erhalten haben und Wunden, die wir uns selber zugefügt haben, durch unser eigenes Versagen. Der Erzbischof hat gesagt, dass wir hinschauen dürfen auf unsere Fehler, Schwächen und Sünden. Ein Christ ist nicht einer der kerzengerade durch die Welt geht. Christsein ist immer auch verbunden mit einem Kampf, bei dem auch Wunden geschlagen werden. Diese Wunden brauchen wir vor Gott nicht verbergen, wir dürfen sie vor ihm zur Sprache bringen. Jesus hat sich für uns verwunden lassen, um uns zu heilen: „Durch seine Wunden sind wir geheilt“. Ab dem 5. Fasten-sonntag sind wir besonders eingeladen auf die Passion Christi zu schauen die der Welt die Heilung gebracht hat.

Liebe Brüder und Schwestern!
Das heutige Evangelium von der Auferweckung des Lazarus möchte uns im Glauben stärken, dass Jesus der Sohn Gottes ist und uns helfen den Glauben an ihn in der Osternacht zu erneuern. Es möchte uns auch öffnen für die Begegnung mit dem Herrn in den Ostersakramenten, durch die er uns Auferstehung und neues Leben schenkt.

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