Kirche/Liturgie

Predigt zum Hochfest der heiligen Diözesanpatrone Rupert und Virgil. (Pfr. Rupert Toferer Kössen/Schwendt)

In der Lesung aus dem Hebräerbrief am Festtag der heiligen Diözesanpatrone Rupert und Virgil

 heißt es: „Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben. Schaut auf das Ende ihres Lebens und ahmt ihren Glauben nach“. Wir sollen die nicht vergessen, die uns das Wort Gottes verkündet haben. Das sind besonders unsere Diözesanpatrone, die den Glauben an Jesus Christus in unser Land gebracht haben. Ihren Glauben sollen wir nachahmen. So sind wir eingeladen auf den Glauben unserer Diözesanpatrone zu schauen. Wie hat sich ihr Glaube gezeigt?

Ihr Glaube hat sich darin gezeigt, dass sie aufgebrochen sind, um vielen Menschen das Wort Gottes zu verkünden. Beide haben sie ihre Heimat verlassen. Rupert hat als Bischof in der rheinfränkischen Stadt Worms gelebt und ist von dort durch einen Ruf des bayrischen Herzogs Theodo nach Regensburg gezogen von wo er dann der Donau entlang nach Lorch und dann über den Wallersee nach Salzburg, dem früheren römischen Juvavum, gekommen ist.

Virgil ist ein irischer Mönch gewesen, der im Zuge der Germanienmission um 742 seine Heimat verlassen hat und dem der Bayernherzog Odilo die Diözese Salzburg anvertraut hat. Auch von Salzburg aus haben sie den Glauben hinausgetragen. In der „Gesta Hrodberti“, einer Lebensbeschreibung des heiligen Rupert heißt es: „Von seinem Sitz in Salzburg aus bereiste er auch ständig das ganze Gebiet dieses Landes, bestärkte die Christen und ermahnte sie, treu im Glauben zu verharren“.

Virgil hat von Salzburg aus den Chorbischof Modestus in das heutige Kärnten gesendet um den dort lebenden Slawen, den Karantanen, den christlichen Glauben zu verkünden. Der Glaube unserer Diözesanpatrone hat sich also darin gezeigt, dass sie ihn nicht für sich behalten haben, sondern aufgebrochen sind und ihn an vielen Menschen weitergegeben haben. Möge ihr Beispiel auch uns bewegen den Glauben zu leben und ihn weiterzugeben, in der Familie, in der Schule, in der Pfarre an die Jugend, besonders durch die Erstkommunion- und Firm Vorbereitung.

Der Glaube unserer Diözesanpatrone Rupert und Virgil hat sich auch darin gezeigt, dass sie Kirchen erbaut haben. Rupert hat eine Kirche am Wallersee gebaut und sie dem heiligen Petrus geweiht und dann die Stiftskirche Sankt Peter mit dem Kloster der Benediktiner, sowie auch das Frauenkloster auf dem Nonnberg und seine Nichte, die heilige Erentrudis, dort als erste Äbtissin eingesetzt. Virgil hat den ersten Dom zu Salzburg gebaut und ihn am 24. September 774 eingeweiht und die Reliquien des heiligen Rupert in den Dom übertragen.

Beide haben sie also Orte geschaffen in denen das Lob Gottes erklingt, in denen Menschen Kirche als Gemeinschaft von Gläubigen erleben dürfen, in denen vor allem die heilige Messe gefeiert wird, das vollkommene und reine Opfer unseres Herrn Jesus Christus, durch das Gott den Menschen am meisten seinen Segen und Seine Nähe schenkt. Möge auch uns die Ehrhaltung der Kirchen und Kapellen ein Anliegen sein. Mögen uns die heiligen Diözesanpatrone auch erbitten, dass unsere Gotteshäuser für viele Menschen anziehende Orte sind und so das Lob Gottes nicht verklingt.

Die heiligen Rupert und Virgil haben ihren Glauben auch dadurch gezeigt, dass sie ein Herz für die Bedürfnisse und Nöte der Menschen ihrer Zeit gehabt haben. Von Rupert wird in der Lebensbeschreibung berichtet, dass er nicht nur fromm gewesen ist, sondern auch für seine Nächstenliebe bekannt war. Auf seinen Missionsreisen hat er nicht nur gepredigt sondern auch viele Kranke durch sein Gebet geheilt. Es wird auch berichtet, dass sich an seinem Grab bis zum heutigen Tag viele Gnadenheilungen ereignet haben.

Liebe Gläubige!

Bitten wir unsere Diözesanpatrone um ihre Fürsprache bei Gott, dass es uns gelingt ihren Glauben nachzuahmen, ein Glaube, der sich darin zeigt aufzubrechen und ihn weiterzugeben, der sich in der Bereitschaft zeigt, sich für die Erhaltung und Verschönerung unserer Kirchen und Kapellen einzusetzen, und der sich darin zeigt Werke der Nächstenliebe zu tun. Amen.

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