Predigt zum 21. Sonntag im Jkr, Lj B (Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; angeregt durch Gedanken von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj B, S. 316-323)

Im heutigen Evangelium geht es darum, dass es ohne den Glauben nicht möglich ist die Worte Jesu anzunehmen und bei ihm zu bleiben. Die Worte, die er gesprochen hat, in besonderem die Worte, dass dieses Brot, dass er geben wird, sein Fleisch ist und dass sein Fleisch und sein Blut wirklich eine Speise und ein Trank sind, waren vielen von seinen Anhängern ein Ärgernis und sie sind nicht mehr mit hm gewandert. Der Grund, warum sie Jesus verlassen haben, war der Mangel an Glauben an ihn. Sie haben Jesus nur irdisch gesehen. Schon früher hat sich ihr Unglaube gezeigt, indem sie gemurrt haben, weil Jesus ihnen gesagt hat, er ist vom Himmel herabgekommen. Sie haben nicht an seine göttliche Herkunft geglaubt. Wenn sie Jesus rein irdisch sehen, nur als den Sohn des Josef, dann muss es für sie unerträglich gewesen sein, wenn er sagt, dass es notwendig ist sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken, damit sie ewiges Leben haben. Nur im Glauben, dass Jesus vom Himmel herabgekommen ist und dass er wieder in den Himmel aufgefahren ist und uns den Heiligen Geist gesandt hat, können die Worte Jesu vom Essen seines Fleisches und Trinken seines Blutes angenommen werden.

 

Denn Jesus sagt: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts“. Die Gabe des Geistes ist das Leben. Der Geist macht lebendig und bewirkt, dass Jesus im Brot, das er gibt, lebendig gegenwärtig ist. „Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist uns sind Leben“. Das bedeutet, dass die Worte Jesu mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. So sind es seine Worte, die lebendig machen. Und so haben auch die Worte, die Jesus über das Brot gesprochen hat, die Kraft, das Brot zu verwandeln, sodass es wirklich sein Fleisch ist, aber nicht das Fleisch des irdischen Jesus, sondern das Fleisch des auferstandenen und verklärten Jesus. Der Geist bewirkt dass der auferstandene Jesus, der sich für uns hingegeben hat, in der Eucharistie gegenwärtig ist. Dazu braucht es den Glauben, dass Jesus nicht nur Mensch, sondern auch der Sohn Gottes ist.

Die Apostel haben diesen Glauben bekannt: „Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes“. Dieser Glaube hat es ihnen ermöglicht bei Jesus zu bleiben, ihn nicht zu verlassen, auch wenn sie seine Worte noch nicht verstanden haben.

In diesem Glauben, dass Jesus, der Sohn Gottes ist und in der Eucharistie wirklich gegenwärtig ist und lebt, sind wir auch durch die Pilgerreise nach Medjugorje in der vergangenen Woche gestärkt worden.

Ich denke an die deutschsprachige Messe, die täglich um 9:00 Uhr an diesem Gnadenort der Gottesmutter gefeiert wird, in der die Leute mit Überzeugung die Gebete der Messe und die Antworten sprechen und mit kräftiger Stimme die Lieder mitsingen. Das lebendige Mitfeiern der Gemeinde, hat die Kraft den Glauben des Einzelnen zu stärken.

Und besonders ist es die eucharistische Anbetung an zwei Abenden gewesen, die unseren Glauben an die lebendige Gegenwart Jesu in der Hostie gestärkt hat. Allein schon durch die schöne geistliche Musik und die tiefgehenden Worte, die in Abständen gesprochen werden, spürt man etwas von der Anwesenheit Jesu in der großen Monstranz auf dem Altar. Und besonders die vielen Menschen – ich denke es waren jeweils gut 5000 Leute -, die sich zur Anbetung versammelt haben, sind ein Zeugnis für die lebendige Gegenwart Jesu im Allerheiligsten Sakrament. Der Herr ist wirklich lebendig da in diesem Brot und will uns mit seinem Geist, mit seinem Frieden und mit seiner Freude beschenken.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Es braucht den Glauben um zu bekennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und so seine Worte annehmen zu können. Dieser Glaube wächst, wenn wir uns Zeit nehmen für das Gebet oder uns zum Gottesdienst versammeln und ihn mit unseren Sinnen lebendig mitfeiern. Dieser Glaube wächst, wenn wir an Einkehrtagen oder an Pilgerfahrten teilnehmen. Wir können also etwas tun, damit der Glaube in uns lebendig bleibt, der Glaube, der notwendig ist, um bei Jesus zu bleiben und so das Größte zu erlangen, das ewige Leben. Amen.

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