Ostergrüsse des Pfarrers von Medjugorje

Ostergrüße des Pfarrers von Medjugorje,

  13.04.2020

Pater Marinko Sakota!

Liebe Brüder und Schwestern, Pfarreimitglieder, Pilger, liebe Freunde von Medjugorje, die ihr auf der ganzen Welt mit der Gospa (Muttergottes) verbunden seid, mit dem, was sie uns sagt, die ihr euch Ihr und Ihrem Aufruf zum Frieden und zum Gebet geöffnet habt, von Herzen grüße ich euch alle und möchte ein paar Worte an euchrichten.

Die Fastenzeit liegt hinter uns, Ostern steht vor der Tür. Das ist für uns alle ein Ruf zu einem Ostern in uns, dieses Jahr ist dieses Ostern besonders. Gerade in dieser Zeit der Corona-Virus Epidemie, in der wir ohne die Eucharistie, ohne das gemeinsame Gebet, ohne das Sakrament der Beichte geblieben sind, gerade dies ist die Zeit, die Zeit des Schweigens, die Zeit, in der wir uns in uns selbst versenken, die Zeit, in der wir dem Herrn erlauben, uns zu verwandeln.

Dies ist die Zeit des Gebets, in dem die Mutter möchte, dass wir uns Gott öffnen, wie sich die Natur der Sonne, der Sonnenwärme, öffnet, damit wir uns im Gebet der Liebe Gottes öffnen, Ihm erlauben, zu unserem Herzen zu sprechen, Ihm erlauben, dass die Strahlen Seiner Liebe unser Wesen berühren und dass in Ihm die Verwandlung stattfindet. So möchte die Gospa, unsere liebe Mutter, dass dies in uns geschieht, und Sie ruft uns auf: Kehrt zu Jesus zurück, kehrt zurück!

Kehrt zum Gebet und zum Fasten zurück! Richtet euren Blick und euer Herz auf Gott, öffnet euer Herz für die Liebe Gottes und befreit euch von allem, was euch von Gott, vom Gebet ablenkt. Lasst los, geht und kehrt zu Gott zurück, wie der verlorene Sohn, der zum Vater zurückkehrt.

Hier – die Zeit, in der wir uns jetzt befinden – ist die Zeit, in der sich der verlorene Sohn befindet, die Zeit des Schweigens, die Zeit, in der wir zu uns selbst kommen, wenn wir meditieren und nachdenken, die Zeit, in der wir schauen, wo wir einen  falschen Weg eingeschlagen haben, wo wir uns von Jesus entfernt haben, wann wir uns vom Gebet, vom Fasten, vom Wort Gottes, von unseren Familienmitgliedern, von den wahren Werten entfernt haben. Dies ist die Zeit, in der ich zurückkehre, indem ich mich wieder dem Herrn und dem Gebet zuwende. In all diesem, liebe Freunde, ist Maria uns ein Vorbild. Sie ist die Person, die sich dem Herrn öffnet und Ihm erlaubt, zu Ihrzu sprechen. „Hier bin ich, Herr, mir geschehe nach deinem Wort!“ Dies ist die Erlaubnis, dies ist das Öffnen des Herzens, und dies geschieht in Ihr im Schweigen. Als der Engel zu Ihr sprach, trat Maria in Ihr Inneres ein, sie tauchte in Ihr Herz ein, Sie blieb im Schweigen. Sie aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in Ihrem Herzen, wieder im Inneren, wieder im Schweigen.

Liebe Freunde, wir können diese Situation auf zwei Weisen verstehen. Wir können es als etwas verstehen, das uns auferlegt wurde, und ja, das ist es, wir wollten dies nicht. Wir können darüber klagen, weil wir nicht die Möglichkeit zur hl. Messe, zur Anbetung, zum Sakrament der Beichte haben, wir nicht die Möglichkeit haben hinauszugehen… Das erinnert uns an das, was die Israeliten in der Wüste getan haben, nachdem sie aus Ägypten ausgezogen sind, als sie murrten: „Wir haben nichts als dieses elende Essen, dieses Manna, das uns anwidert. Wir haben nichts als das.“ Also, auch das, was wir haben, ist nichts. Sie sehen nur, was sie nicht haben. Ebenso können wir auch jetzt unseren Blick auf das richten, was wir nicht haben, was uns fehlt, was wir nicht können.

Die zweite Möglichkeit ist, wir können diese auferlegte Zeit inetwas Gutes verwandeln. Wir haben die Möglichkeit zu wählen und zu sagen: „Ich möchte diese Zeit jetzt nutzen als eine Zeit der Gnade, als eine geschenkte Zeit zur inneren Verwandlung, um mein Herz für den Herrn zu öffnen, eine Zeit, in der ich ruhig werde, stoppe und stehenbleibe, eine Zeit, die mir hilft, nicht zu eilen, nichts zu überstürzen, um einzusehen, dass ich Zeit, für das Gebet, für dasWort Gottes und für meine Familienmitglieder habe.

Jetzt, liebe Freunde, ist Ostern! Tatsächlich, um es als wahres Ostern zu erleben.

Jesu Ostern geschah in Stille, es geschah und niemand hat es gesehen. Auch wir sind in der Stille unseres Zimmers und unseres Hauses. Jesus möchte, dass Ostern jetzt in uns geschieht, und es wird geschehen, wenn wir aus dem Grab herausgehen, in dem wir uns befinden, aus dem Grab negativer Gedanken, aus dem Grab negativer Gefühle gegenüber einigen Menschen und wenn wir beginnen, anderen Gutes zu wünschen.

Ebenso, wenn wir uns entscheiden zu vergeben, wenn wir anfangen, um die Liebe für eine Person zu beten, die wir nicht lieben, die wir nicht ertragen, die uns nicht lieb ist, die uns verletzt hat, wenn wir anfangen, für die Liebe in unserem Herzen für diese Person zu beten, dann ist dies das Herausgehenaus dem Grab.

Wenn wir uns entscheiden, das zu sehen, was gut ist, was uns gegeben wurde, was um uns herum ist, die Geschöpfe Gottes in der Natur zu sehen, wenn wir uns entscheiden, so vieles von dem zu sehen, was uns gegeben wurde, dann geschieht das Herausgehen aus dem Grab. Die Auferstehung! Ein neues Leben!
 

So, liebe Freunde, das wünsche ich euch von Herzen!

 
Frohe und gesegnete Ostern!

Ostergrüße des Pfarrers von Medjugorje, Pater Marinko Sakota: zum Video!

Quelle: medjugorje.hr

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