Predigt vom 26. Sonntag im Jahreskreis Lj A – Erntedank

(Rupert Toferer, Kössen/Schwendt)

Liebe Brüder und Schwestern in Christus, dem Herrn!

Wir sind eingeladen am Erntedankfest auch einmal zu danken für die Liebe, die wir von Mitmenschen empfangen und für die Liebe Gottes. Dass auch in dieser Zeit der starken Einschränkungen und Maßnahmen viele Menschen bewegt werden Gutes zu tun, anderen zu helfen, wie zum Beispiel die Landjugend entschieden hat, für Ältere einkaufen zu gehen, ist nicht selbstverständlich, ist ein Grund zu danken.

Die Liebe Gottes zu uns dürfen wir besonders darin erkennen, dass er seinen Sohn gesandt hat, mit dem Auftrag für uns Erlöser und Heiland zu sein. Jesus ist der Heiland für Leib und Seele, für den ganzen Menschen, das heißt für alle Belange unseres Lebens. Ihm ist die Macht gegeben uns vor den Gefahren des Leibes zu schützen, uns von Bedrängnissen zu befreien. Wir sind aufgerufen ihn noch mehr um Befreiung von der Virus Plage zu bitten.

Er ist der Heiland und Erlöser, vor allem auch für das, was uns im Herzen belastet und bedrückt. So sind wir eingeladen ihm zu danken, für alles, was er getan hat, um für uns Heiland und Erlöser zu sein. Wir haben von seiner Erniedrigung in der zweiten Lesung gehört.

Der schönste Dank an ihn ist es, ihn als Erlöser und Heiland anzuerkennen. Das tun wir, indem wir auf ihn hören und uns entscheiden das zu tun, was er uns sagt. Im Evangelium geht es um diesen Dank an Gott, der ausgedrückt wird in der Bereitschaft, seinen Willen zu tun.

Wir haben von einem Mann gehört, der einen Weinberg und zwei Söhne hat. Er braucht die Mithilfe seiner Söhne für die Arbeit im Weinberg und bittet sie darum.

Einer von beiden gibt dem Vater zuerst eine Absage, später aber besinnt er sich und geht doch. Der andere Sohn sagt zuerst Ja, geht aber dann doch nicht.

Mit einem Sohn sind die Führer und Vertreter des auserwählten Volkes Israel angesprochen. Sie haben zuerst „Ja“ gesagt zum Bund den Gott mit ihnen geschlossen hat, haben fest versprochen den Willen Gottes zu erfüllen, haben auch „Ja“ gesagt zu der Verheißung, dass Gott den Messias senden wird. Jetzt aber, als er da ist und sie korrigiert und ihnen den Willen Gottes neu verkündet, anerkennen sie ihn nicht und sagen so „Nein“ zu Gott.

Der andere Sohn entspricht der Haltung der Zöllner und Dirnen. Sie haben zuerst „Nein“ gesagt zu Gott und sich nicht um seinen Willen gekümmert. Als aber Johannes der Täufer aufgetreten ist, haben sie geglaubt, dass er von Gott gesandt ist und den Willen Gottes verkündet. Sie haben ihr schlechtes Verhalten bereut und sind bereit gewesen ihr Leben zu ändern. Sie haben geglaubt, was Johannes über Jesus gesagt hat, dass er das Lamm Gottes ist, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Sie haben Jesus als den Erlöser und Heiland für ihr Leben anerkannt und angenommen und sich so für Gott entschieden.

Liebe Brüder und Schwestern!

Mit den Worten des Evangeliums spricht Jesus auch jeden von uns an. Er lädt uns ein sich Zeit zu nehmen und auf die Stimme unseres Herzens zu hören. Was will Gott von mir? Und wenn ich erkenne, was Gott von mir will, welche Antwort gebe ich ihm? Mit der Antwort, die ich auf diese Frage gebe, hängt auch zusammen, ob ich im Leben glücklich oder traurig bin. Ein väterlicher Freund von mir hat oft im Gespräch mit Menschen einen Spruch gesagt, der den Sinn dieses kurzen Evangeliums auf den Punkt bringt. Er steht auch auf meinem Auto geschrieben: „Gottes Willen tun ist Glück“. Möge uns die Gottesmutter helfen auf diese Weise den Dank an Gott zu leben. Amen.

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