Medjugorje-Botschaft vom 25.Jänner 2019

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Predigt zum 2. Sonntag im Jkr, Lj C 2019 (Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt durch P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien, Lj C, S 166-172).

Wir sehen Jesus Christus auf einer Hochzeit. Sicher hat er nicht nur an dieser Hochzeit teilgenommen. Er ist ganz Mensch gewesen und hat Freud und Leid mit den Menschen geteilt. Der Wein ist in der Bibel ein Bild für Überfluss, für Lebensfülle, für Freude. Wenn Jesus auf der Hochzeit von Kana Wasser in Wein verwandelt, dann hat er dafür gesorgt, dass die Freude, die Lebensfülle auf der Hochzeit erhalten bleibt.

Die Hochzeit ist in der Bibel auch ein Bild für die Beziehung Gottes zu seinem Volk, das er sich erwählt und geliebt hat. Im Buch des Propheten Hosea wir das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk im Bild einer Ehe ausgedrückt. Auch in der ersten Lesung der heutigen Messe haben wir vom bräutlichen Verhältnis gehört, das Gott mit dem Rest des Volkes eingegangen ist, das vom Exil heimgekehrt ist: „Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir Dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich“.

Diese Bilder aus dem Alten Testament sind im Neuen Testament Wirklichkeit geworden. In Jesus Christus hat Gott seine bräutliche Beziehung zu uns Menschen verwirklicht. Jesus hat sich für uns hingegeben und uns als seine Braut erworben.

Die Hochzeit von Kana ist daher ein Bild für den neuen und ewigen Bund, den Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung mit uns geschlossen hat. Die Worte: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“, und auch, dass er seine Mutter mit „Frau“ anspricht, sind Hinweise auf die Stunde seines Todes und seiner Auferstehung. An zwei Stellen spricht Jesus seine Mutter als Frau an: Bei der Hochzeit in Kana und vom Kreuz herab, wo er seine Mutter dem Jünger und damit der ganzen Kirche zur Mutter gibt: „Frau, siehe Dein Sohn“.

Der Wein, den Jesus bei der Hochzeit in Kana im Überfluss gibt, verweist daher auf die Gabe, die er am Kreuz gibt, auf die Gabe seines Blutes. Es ist der Brautpreis, den er bezahlt hat, damit wir seine Braut sein können und an der Fülle seines Lebens teilnehmen dürfen. „Durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden“, heißt es im Epheserbrief (1,7). Es ist die Gabe der Erlösung, die Gabe des Lebens, die Jesus gibt. Diese Gabe der Erlösung und des Lebens, die Christus gegeben hat, hört nicht auf für uns zu fließen. Sie ist für uns geflossen als wir die Taufe empfangen haben. Er hat uns in seinen Tod und in seine Auferstehung hineingetaucht und uns reingewaschen und uns neues Leben gegeben. Das weiße Taufkleid ist das Brautkleid das wir erhalten haben.

Diese Gabe der Erlösung und des Lebens lässt Jesus immer wieder fließen, wenn wir die heilige Messe feiern: „Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes. Mein Blut, das für euch und für viele vergossen wir, zur Vergebung der Sünden“. Die heilige Messe ist die Hochzeit, zu der uns Christus als unser Bräutigam einlädt. Er beschenkt uns mit der Gabe seiner größten Liebe. Wir dürfen mit dem Wasser des Alltags hinkommen, wenn uns die Freude und die Kraft fehlen, um die Pflichten der täglichen Aufgaben zu erfüllen. Jesus verwandelt das Wasser unseres Lebens.

Liebe Brüder und Schwestern!

Maria ist es, die bei der Hochzeit von Kana Jesus um den Wein bittet. Sie ist es auch, die unter dem Kreuz ihren Sohn um die Gabe der Erlösung bittet. Bitten wir Maria um ihre Fürsprache für alle, die sich von Jesus entfernt haben und nicht mehr aus den Quellen der Sakramente schöpfen, denen der Wein, die Gnade, ausgegangen ist. Auf der Hochzeit von Kana gibt uns Maria auch einen Hinweis, wie es richtig ist als Braut Christi zu leben: „Tut, was er euch sagt“. Das ist die Haltung der Braut, die auf den Bräutigam hört und tut was er sagt. Da ist auch Maria das schönste Beispiel. Bitten wir sie um ihre Fürsprache, damit es uns gelingt als Braut Christi zu leben und uns die Gnade Christi nicht ausgeht und wir mit seiner Kraft und Freude erfüllt sind. Amen.

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Predigt zum Fest der Taufe Jesu im Lj C (Rupert Toferer Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj C, S 55-58).

Das Fest der Taufe Jesu beendet den weihnachtlichen Festkreis und leitet zum kirchlichen Jahreskreis über. Obwohl uns Jesus schon als erwachsener Mann begegnet, ist die Botschaft der Taufe Jesu noch mit der Botschaft von Weihnachten verbunden. Die Taufe Jesu bestätigt, was der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria und was der Engel des Herrn den Hirten über Jesus verkündet haben. Maria hat die Botschaft empfangen, dass ihr Kind Sohn des Höchsten und Sohn Gottes genannt werden wird. Den Hirten auf dem Feld ist die Botschaft verkündet worden, dass in Jesus der Retter geboren ist, Christus der Herr.

Bei der der Taufe Jesu bestätigt der Vater im Himmel, dass Jesus sein geliebter Sohn ist, an dem er Wohlgefallen hat. Dass der Heilige Geist auf Jesus herabkommt, bestätigt, dass er der Christus ist, der Messias, der mit dem Heiligen Geist Gesalbte. Alle sehen den Heiligen Geist sichtbar in Gestalt einer Taube auf Jesus herabkommen. Alle hören die Stimme des Vaters. Mit dem Geschehen der Taufe Jesu bestätigt Gott also öffentlich vor dem Volk, dass Jesus der langersehnte Messias, der Sohn Gottes ist und stärkt uns im Glauben an ihn.

Das Geschehen der Taufe Jesu bestätigt auch, was Johannes der Täufer gesagt hat, dass er mit Wasser tauft, dass einer kommen wird, der stärker ist als er, der die Menschen mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen wird. Mit Jesus ist dieser Stärkere gekommen. Erst die Taufe, die er spendet, vermag die Sünden abzuwaschen und den Heiligen Geist mitzuteilen und so die Menschen zu Kindern Gottes zu machen.

Auch wir haben dieses Geschenk der Taufe empfangen. Jesus hat die Erbschuld von uns abgewaschen und uns mit seinem Geist erfüllt und uns so zu einem geliebten Kind Gottes gemacht. Der Heilige Geist ist in uns, die Fülle des göttlichen Lebens: Liebe, Freude Friede … Und doch bringen wir oft nicht diese Früchte hervor.

Wir sind verbittert, lieblos und ohne inneren Frieden und Freude. Der Grund liegt darin, dass wir uns zu wenig Zeit nehmen für diesen großen Gast, der in uns ist. Wenn zum Beispiel ein Freund zu Besuch kommt, kann man nur von ihm empfangen, wenn man sich für ihn Zeit nimmt und nicht mit sich selber beschäftigt ist.

Bei der Taufe Jesu heißt es im Lukasevangelium: „Und während er betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam (…) auf ihn herab“. Der Heilige Geist kommt, während Jesus betet, während Jesus im Gespräch mit Gott ist. Das Gebet Jesu hat die Wirkung den Himmel zu öffnen und den Heiligen Geist zu empfangen. Von einem Urlaubspriester aus Deutschland, habe ich den Spruch bekommen der von CharleHaddon Spurgeon stammt: „Wer den Schlüssel des Gebetes hat, kann den Himmel öffnen“.

Dieser Spruch verdeutlicht den Wert und die Kraft des Gebetes. Im Gebet ist die Kraft, die den Himmel öffnet, der in uns ist. Es ist das Mittel durch das Gott sich mit uns vereinigt.

Mir ist zurzeit das Gebetsblatt sehr wertvoll, das der Leiter des Einkehrtages, Thomas Paul Kodiyan, im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt hat. Es trägt den Titel „Persönliches Gebet“ und erinnert daran, dass durch die Taufe der Dreifaltige Gott in uns wohnt. Es enthält mehrere Schritte durch die alle Bereiche unseres Menschseins dem Dreifaltigen Gott übergeben werden mit der Bitte dass er sie reinige und heilige und mit den Früchten, Gaben und Charismen des Heiligen Geistes erfülle. Ich spüre, dass mich tagsüber mehr Kraft im Inneren erfüllt und es mir gelingt auch in Widerwärtigkeiten in der Liebe und im Frieden zu bleiben und so als Kind Gottes die Freude zu bewahren.

Liebe Brüder und Schwestern!

Auch im Tagesgebet zum heutigen Festtag der Taufe Jesu haben wir eine ähnliche Bitte ausgesprochen: „Gib, dass auch wir (…) in deinem Wohlgefallen stehen und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben“. Amen.

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Medjugorje Botschaft vom 25.Dezember 2018

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Predigt zum 4. Adventsonntag im Lj. C 2018 (Rupert Toferer Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj C, S 27-30).

Am Zweiten und dritten Adventsonntag haben wir vom Auftreten des heiligen Johannes des Täufers gehört. Ihn hat Gott gesandt, um die Menschen auf das Kommen seines Sohnes vorzubereiten und ihm den Weg in die Herzen der Menschen zu ebnen. Johannes hat den Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes das Wort Gottes verkündet. Die Leute haben erkannt, wo sie sich vom Willen Gottes entfernt haben. Johannes hat ihnen so geholfen ihre Sünden zu erkennen und sich bewusst zu werden, dass sie einen Erlöser brauchen.

Heute am vierten Adventsonntag wird unser Blick auf Maria gewendet und durch sie auf ihren Sohn. Nachdem ihr der Engel Gabriel Maria die Botschaft verkündet hat, dass sie ein Kind empfangen wird durch das Wirken des heiligen Geistes und sie die Mutter des Sohnes Gottes werden soll, ist sie zu ihrer Base Elisabeth aufgebrochen. Der Engel hat ihr ein Zeichen gegeben, das sie stärkt im Glauben, dass für Gott nichts unmöglich ist. Er hat ihr mitgeteilt, dass ihre Verwandte Elisabeth, die als unfruchtbar galt, noch in ihrem hohen Alter einen Sohn empfangen hat. In freudiger Erwartung diesem Zeichen zu begegnen, ist sie zu Elisabeth geeilt.

Aber bei diesem Besuch ereignet sich viel mehr als nur die Bestätigung des Zeichens. Nachdem Maria das Haus des Zacharias betreten und Elisabeth begrüßt hat, hüpft das Kind Johannes in ihrem Schoß. Johannes ist schon als ungeborenes Kind im Leib der Mutter mit der Freude erfüllt worden, dass nun der Messias da ist. Er jubelt über den Herrn, dem er so nahe sein darf. Der letzte Sonntag, der dritte Advent-Sonntag der auch „Gaudete“ genannt wird, hat uns zur Freude aufgefordert: „Freuet euch, der Herr ist nahe“

Von Johannes können wir lernen, was der tiefste Grund unserer Freude ist, dass in Jesus Gott zu uns gekommen ist, als unser Erlöser und Heiland.

Wir verkünden diese Freude, wenn wir im Lied Stille Nacht, heilige Nacht, das heuer seinen 200. Geburtstag feiert, die Worte singen: „Jesus, der Retter ist da“. Das ist der Grund unserer Freude, dass Gott uns in Jesus den Retter gesendet hat. Diese Botschaft besagt, es ist nicht notwendig zu lange traurig zu sein, wenn es Verfehlungen und Dunkelheiten im Leben gibt. In Jesus ist jedem Menschen der geschenkt, der ihn erlöst, der Licht für sein Leben ist.

Nachdem das Kind im Schoß seiner Mutter den Freudensprung gemacht hat, wird Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt und nennt Maria die Mutter ihres Herrn: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt“? Damit bekennt sie, dass es nicht ein gewöhnliches Kind ist, das Maria in ihrem Schoß trägt, sondern dass dieses Kind der Herr und Messias ist, den Gott der Vater sendet.  Maria ist daher die Gesegnete, die Begnadetste unter den Frauen. Und gesegnet ist die Frucht ihres Leibes, Jesus. Durch ihn werden alle Völker der Erde Segen erlangen.

Der Heilige Geist bewegt Elisabeth auch Maria selig zu preisen, weil sie geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Maria wird wegen ihres Glaubens seliggepriesen. Ihr Glaube zeigt sich darin, dass sie den Worten vertraut, die Gott durch den Engel zu ihr gesprochen hat. Sie vertraut, dass diese Worte Wahrheit sind, dass sie in Erfüllung gehen werden.  Ihr Glaube zeigt sich ebenso in der Antwort, die sie dem Engel gegeben hat: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast“. Sie ist bereit ihren eigenen Willen zurückzunehmen und ganz auf den Willen Gottes einzugehen, eine Dienerin für Gott zu sein.

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir verehren Maria als Mutter und Vorbild der Glaubenden. Bitten wir sie um ihre Fürsprache, dass auch in uns der Glaube wächst, der uns zu Weihnachten verkündet wird: „Heute ist euch der Retter geboren, Christus der Herr“, und dass uns der Glaube bewegt ihm unser Herz zu öffnen und uns von ihm mit seinem Frieden beschenken zu lassen. Amen.

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Predigt zum 3. Adventsonntag im Lj. C (Rupert Toferer Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj C, S 21-26).

Am letzten Sonntag haben wir gehört wie Johannes der Täufer von Gott zum Propheten berufen worden ist: „Das Wort des Herrn erging an ihn“. Die erste Aufgabe des Täufers ist die Verkündigung des Wortes Gottes. Heute haben wir gehört, dass Menschen betroffen sind vom Wort des Johannes und sie fragen: Was sollen wir tun?

Es werden drei Berufsgruppen genannt, die mit dieser Frage zu Johannes an den Jordan kommen. Zuerst sind es Leute, die ein ganz gewöhnliches Leben führen in Familie und Beruf. Ihnen antwortet Johannes: „Wer zwei Gewänder hat, gebe eines davon dem, der keines hat und wer zu essen hat, der handle ebenso“. Die Umkehr besteht im Teilen der Güter, die uns gegeben sind.

Dann sind es Zöllner, die nicht geachtet waren, weil sie mehr verlangt haben als vorgeschrieben war und sich selbst bereichert haben. Ihnen antwortet Johannes: „Verlangt nicht mehr als (gesetzlich) festgelegt ist“. Umkehr besteht also in der Entscheidung gerecht zu sein.

Dann sind es die Soldaten, die nicht jüdischer Herkunft sind, sondern der römischen Besatzungsmacht angehören. Auch sie kommen zu Johannes und hören von ihm die Worte: „Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold“. Umkehr bedeutet für sie, die Gewalt, die ihnen gegeben ist, nicht zu missbrauchen. Sie ist ihnen gegeben, um den Frieden zu erhalten.

Wir sehen, dass Johannes von den Menschen nicht verlangt, dass sie so leben sollen wie er, dass sie von zu Hause weggehen und alles verlassen müssen. Er schickt die Menschen, die zu ihm gekommen sind und ihm zuhören, wieder in ihre Familie und in ihr Berufsleben zurück. Dort wo sie leben, in ihrer Familie, in ihrem Beruf, dort sollen sie umkehren. Inhalt seiner Standespredigt ist der Ruf zur Nächstenliebe: Teilen, gerecht sein, Gewalt oder Autorität nicht missbrauchen, sondern mit ihnen den Menschen dienen.

Auf die Frage, ob er selbst der Messias ist, antwortet Johannes, dass er nur mit Wasser tauft. Es kommt aber einer, der stärker ist als er und der mit dem Heiligem Geist und mit Feuer tauft. Die Wassertaufe ist ein sichtbares Zeichen, dass Menschen umkehren wollen. Aber in ihr ist noch nicht die Kraft den Menschen zu verändern und ihn neu zu machen. Erst durch die Taufe mit dem Heiligen Geist ist das Feuer im Herzen des Menschen, das ihn reinigt und neues Leben schenkt. Durch den Heiligen Geist ist die Liebe Gottes in unseren Herzen ausgegossen, sagt der Heilige Apostel Paulus (Vgl. Röm 5,5).

Liebe Brüder und Schwestern!

Der Aufruf im Advent mehr zu beten, mehr Zeit für Stille zu nehmen und auf Gott zu hören, auf manches zu verzichten, haben letztlich zum Ziel, dass der Heilige Geist noch mehr in uns wirken kann und uns fähig macht die Umkehr zu leben, die Johannes verkündet, die Umkehr zur Liebe im täglichen Leben. Amen.

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Predigt zum 2. Adventsonntag im Lj. C 2018 (Rupert Toferer Kössen/Schwendt; gedanklich angeregt von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj C, S 16-20).

Als Prophet hat den Auftrag den Menschen das Wort Gottes zu verkünden. Er geht dazu hinaus in die Wüste an den Jordan, wo kein anderer Lärm ist und weil sein Auftrag es auch ist die Menschen zu taufen zum Zeichen der Umkehr. Johannes ist mehr als ein Prophet, sagt Jesus selber über ihn.

Mit dem Auftreten des Täufers geht in Erfüllung, was der Prophet Jesaja gesagt hat: „Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken“ (Jes 40,3-4). Jesaja spricht diese Worte zum Volk Israel, das in der babylonischen Verbannung lebt. Im Jahre 597 vor Christus ist Jerusalem vom babylonischen König erobert worden und die Bewohner der Stadt nach Babylon deportiert worden. Gott hat fremde Völker als Werkzeug benutz um Israel von seiner Heimat wegzuführen und sie in der Fremde zur Einsicht zu führen. Nun aber ist die Zeit der Buße vorbei und Gott hat entschieden sein Volk nach Jerusalem heimzuführen.  Er kündigt einen neuen Exodus an. In der heutigen ersten Lesung aus dem Propheten Baruch haben wir gehört, dass Gott selber sein Volk nach Jerusalem heimführt, „ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte“. Er selber hat befohlen, dass sich die hohen Berge und die ewigen Hügel senken und sich die Täler zu ebenem Land heben sollen.

Jerusalem ist der Ort der Gegenwart Gottes. Die Heimat des Menschen ist dort wo Gott ist. So können wir Jerusalem auch als Bild für den Himmel sehen und dieses Heimführen seines Volkes nach Jerusalem auch als Bild für die Heimkehr der Menschen in die ewige Gemeinschaft mit Gott im Himmel. Und es ist Gott selber, der alles aufbietet, um uns zu ihm heimzuführen.

Er sendet seinen Sohn mit dem Auftrag die Menschen mit seinem Wort zu sammeln und sie zu ihm heimzuführen. Als Lamm Gottes, das die Sünde wegträgt, ist es Jesus, der in den Herzen der Menschen die Berge abträgt und die Schluchten auffüllt. Er nimmt weg, was den Menschen ein Hindernis ist, um zur ewigen Gemeinschaft mit Gott zu gelangen.

Im Evangelium haben wir von der Berufung des heiligen Johannes zum Propheten gehört. Wie bei den großen Propheten im Alten Testament heißt es auch bei ihm: „Das Wort Gottes erging an ihn“.

Johannes ist nicht selber das Heil. Er bereitet die Menschen auf den vor, der das Heil ist, das von Gott kommt, wie es im Evangelium heißt. Jesus ist das uns vom Vater geschenkte Heil. Am Menschen liegt es ihn als sein Heil zu erkennen und anzunehmen. Johannes verkündet den Menschen das Wort Gottes, und bewirkt, dass sich die Menschen als Sünder bewusst werden und erkennen, dass sie einen Erlöser brauchen. So werden sie offen für das Kommen des Herrn. Solange den Menschen die Sünden nicht bewusst sind, werden sie keinen Erlöser brauchen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Die Menschen von damals haben sich das Wort Gottes zusprechen lassen. Nehmen auch wir uns im Advent mehr Zeit für das Wort Gottes. Zu Marta von Bethanien, die nur davon in Anspruch genommen war Jesus zu bewirten und die sich beklagt hat, dass Maria ihr nicht hilft, sondern nur Jesus zu Füßen sitzt und ihm zuhört, hat Jesus gesagt: „Nur eines ist notwendig, Maria hat den guten Teil  gewählt, der wird ihr nicht genommen werden“ (Lk 10,42). Um in den Himmel zu kommen ist es  nicht notwendig ohne Fehler zu sein. Es ist nur notwendig auf Jesus zu hören und dadurch zu erkennen, dass ich der Erlösung bedürftig bin. Besonders ist es die Bergpredigt Jesu, die bei Matthäus in den Kapiteln 5-7 überliefert ist, die den zentralen Inhalt der Lehre Jesu vom Reich Gottes enthält. Wer sie liest, wird sich seiner Sündhaftigkeit bewusst und erkennt dass er einen Erlöser braucht. Im neuen Gotteslob gibt es von Nummer 600 bis 602 zwei Möglichkeiten sein Leben anhand von Fragen im Licht der Gebote Gottes anzuschauen und zu erkennen, wo ich der Vergebung Gottes bedarf und mich so im Sakrament der Beichte öffne für das Heil, das von Gott kommt. Amen.

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Medjugorje-Botschaft vom 25.November 2018

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Predigt zum 33. Sonntag im Jkr, Lj. B (Pfr. Rupert Toferer, Kössen/Schwendt; angeregt durch Gedanken von P. Hans Buob, Biblische Predigten zu den Sonntagsevangelien Lj. B, S. 398-405)

Am Ende des Kirchenjahres hören wir Worte, die vom Ende der Welt sprechen. Die Welt, Weiterlesen

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Predigt zum 31. Sonntag im Jkr, Lj. B (Pfr. Rupert Toferer)

Im heutigen Evangelium antwortet Jesus auf die Frage nach dem ersten Gebot

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